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So wird die Büdinger Kulturnacht

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Freuen sich auf die Kulturnacht: Büdingens Rathauschef Benjamin Harris, Marktmeister René Rau sowie Mitglieder des Magistrates, des Kunstausschusses und des Amtes für Jugend, Kultur und Soziales. © Ingeborg Schneider

Nach vier Jahren ist es wieder soweit: Am Samstag, 9. Juli, verzaubert die Kulturnacht die Altstadt mit Video- und Klang-Animationen sowie unzähligen Attraktionen zum Schauen und Staunen.

Die faszinierende Welt der vier Elemente wartet am Samstag, 9. Juli, auf die Besucher der Kulturnacht in Büdingen. »Das Motto ›feuer.erde.wasser.luft.‹ wurde bereits vor der Pandemie festgelegt«, erläutert Uta Pfeifer vom städtischen Amt für Jugend, Kultur und Soziales während einer Pressekonferenz.

Nach vier Jahren ist es wieder soweit: Video- und Klang-Animationen sowie unzählige Attraktionen zum Schauen und Staunen sollen die Menschen nach Büdingen locken.

»Es ist in diesen Krisenzeiten dringender notwendig denn je, uns auf das zu besinnen, was für uns und unseren Planeten wesentlich ist, uns Leben, Energie und Gesundheit schenkt«, sagt Pfeifer. Die Büdinger Kulturnacht biete dazu vielfältige Gelegenheit und lade dazu ein, zu entspannen, die Sorgen einmal außen vor zu lassen und bewusst mit allen Sinnen zu genießen.

Wasserspiele, Kunst und Kultur

Marktmeister und Chef-Organisator René Rau, der sich mit der Kulturnacht 2018 die ersten Sporen im Amt verdiente, ergänzt: »Wir werden das Motto von damals noch toppen. Die Pandemie hat unsere Vorbereitungszeit verlängert, dadurch konnten wir auch internationale Kunstschaffende ins Boot holen, Verbesserungen umsetzen und viele tolle Ideen realisieren.«

Schon vor dem Betreten der historischen Altstadt wird der Blick von der illuminierten Festungsmauer am Jerusalemer Tor angezogen, auf der sich leuchtende Fische tummeln. Meeresgeräusche dringen aus dem Bollwerk, das mit der Hilfe von Licht, Ton- und Videoanimationen zu einer Reise in die Unterwasserwelt einlädt. Durch ein Blütenmeer am Jerusalemer Tor betritt man das historische Ambiente, das von Hunderten bunten Regenschirmen überdacht und somit zur »Umbrella Lounge« wird. Fantasievolle Illuminationen ziehen die Aufmerksamkeit in die Erbsengasse und zum Marktbrunnen. Die Marktplatzbühne bietet Raum für Kunst und Kultur, rundum locken Genüsse für den Gaumen. Die Hans-Velten-Heuson-Anlage in Richtung Oberhof wartet mit verschiedenen Installationen und Mitmachaktionen für die ganze Familie auf, darunter »Words in light - Worte in Licht«, Wasserspiele und ein Papierflieger-Wettbewerb. Während im Oberhof die Tanzkleid-Performance von Julia Stefanovici sowie »Klangkörper« von Taka Kagitomi und Christian Stefanovici Aufsehen erregen wird, kann man im Sälchen und im Pferdestall des Kulturzentrums die Ausstellungen »Malerei und Grafik« von Christian Stefanovici sowie »Kleider« von Julia Stefanovici bestaunen.

Die atemberaubende Multimediashow »Feuer, Wasser, Erde, Luft« gehört zu den Glanzlichtern des Abends. Sie wird in kürzeren Abständen gezeigt, als dies vor vier Jahren der Fall war, um lange Warteschlangen zu vermeiden. Diese Lichtperformance brachte schon die Besucher der Luminale und des Hessentags zum Staunen.

»Voi Veljet! - Ach Brüder!« heißt die Ausstellung im Rathaussaal über dem wiedereröffneten Heuson-Museum. Antti und Jukka Korkeila sowie Matti, Tarmo und Paavo Paunu - fünf Brüder und Künstler aus Finnland - präsentieren dort spannende Elemente zum Thema »Zusammenhalt und Inklusion«. Im Museum selbst ist die Sonderausstellung »Die 70er Jahre - ein Lebensgefühl in Orange« zu neuem Leben erwacht.

Ein spektakuläres 3D-Videomapping erweckt das Steinerne Haus für eine Nacht aus dem Dornröschenschlaf, nebenan locken im Burgmannenhof Kindertheater, fantasievolle Klänge und Lesungen.

Im Metzgermuseum hält Rotraud Morell ihren Mundartvortrag. Auch die Bühne auf dem Altstadtparkplatz hält ein reichhaltiges Programm bereit, während direkt daneben ein Ballon am Kran einen grandiosen Rundumblick aus 60 Metern Höhe erlaubt.

Schwarzlichtminigolf, Selfies mit der Installation »Spiegelplaneten« von Donald H. Unter Ecker im Grünen Turm, der »Licht- & Klanggarten« im Garten Kölsch sowie die Präsentationen der Büdinger Partnerstädte und des Kollektivs »Kinzig-Art« sind nur einige weitere Attraktionen.

Gigantische Urvögel

»Alles Kurpfuscherei?« heißt es bei der Theateraufführung »Sebastian Kneipp und der Kommerzienrat« vor dem Garten Kölsch. Daneben kreuzen gigantische Urvögel den Weg der Besucher, Sandmalerinnen und Seifenblasenkünstler zeigen ihre Kunst. Die verheißungsvolle Vorschau lässt vermuten, dass die Stadt ihren Gästen nicht zu viel versprochen hat.

Info:

Tickets für die Kulturnacht »Die vier Elemente - feuer.erde.wasser.luft.« sind im Vorverkauf auf www.stadt-buedingen.de sowie vor Ort im Bürgerbüro der Stadtverwaltung Büdingen im Rathaus erhältlich. Einlass in die Altstadt ist ab 18 Uhr, die Kulturnacht endet eine Stunde nach Mitternacht. Drei Großparkplätze mit Shuttleanbindung gibt es bei der Karl Mayer GmbH (An der Saline 36), am Wildpark sowie an der Schützenhalle (Am Hammer 5). Die Hin- und Rückfahrt in die Altstadt erfolgt alle halbe Stunde, der Fahrpreis beträgt zwei Euro, Kinder bis zehn Jahre fahren kostenlos. Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.stadt-buedingen.de. VON INGE SCHNEIDER

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