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Sorge um die Stadtbibliothek

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Lothar Schelenz © pv

Nidda (red). Der Förderverein der Stadtbibliothek sorgt sich um die Zukunft der Stadtbibliothek. Grund dafür ist die Entscheidung in der Niddaer Bäderfrage. Vorsitzender Lothar Schelenz äußert sich in einer Pressemitteilung.

»Zu einer historischen Doppelentscheidung haben sich die in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen fünf Parteien der Stadt Nidda ›durchgerungen‹. Darüber wurde der Niddaer Bürger im Juli informiert. Zunächst einmal ist es gut, wenn man darüber in Kenntnis gesetzt wird, dass die von Niddaer Bürgern gewählten Parteien durchaus für unterschiedliche Lösungen und Versprechungen gewählt, Entscheidungen treffen.« Die Frage, die sich daraus ergebe, sei: Was wurde entschieden und wie wurde es entschieden? Auf die geplante Schließung und den Abriss des Thermalbades Bad Salzhausen und des Hallenbads Nidda möchte der Vorstand des Fördervereins der Stadtbibliothek nicht weiter eingehen, dazu gebe es eine emotionale Debatte, die von den Bürgern dankenswerterweise geführt werde. »Nur so viel, wir als Vorstand des Fördervereins der Stadtbibliothek stehen hinter der Sichtweise des Ortsbeirates von Bad Salzhausen.«

Ihre Sorge betreffe das Zitat von Bürgermeister Thorsten Eberhard (CDU): »Jahrelang habe man in der Stadt mit diesem Beschluss gezögert. Es ist wie mit einem Intensivpatient, dem man nicht mehr helfen kann und keiner traut sich, den Stecker zu ziehen.« Nun hätten sich die Politiker getraut.

Ob die gewählte Ausdrucksweise des Rathauschefs in Ordnung ist, darüber sollten die befinden, die jahrelang gerungen, ja hart gearbeitet haben, um in Nidda-Bad Salzhausen eine Möglichkeit zur Gesundheitsvorsorge für die Bürger zu erhalten. »Aber der beschriebene Vorgang der Vertraulichkeit und die genannte Aussage von Herrn Eberhard des ›unglaublichen Konsens‹ weckt doch Ängste, ob nicht bald auch defizitäre Einrichtungen der Stadt Nidda, wie zum Beispiel die Stadtbibliothek, von der Welle der neuen ›Vertraulichkeit‹ und des ›unglaublichen Konsens‹ erfasst und geschlossen werden.«

Der Vorstand des Fördervereins möchte die Bürger der Stadt Nidda ermuntern, weiter sehr aufmerksam jene neue Vertraulichkeit zu beobachten. Denn genauso überraschend wie der »Abrissbeschluss«, vermutet der Vorstand, könnten weitere, der Versorgung der Bürger dienende Einrichtungen verloren gehen.

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