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Super-Sonntag: Zwei Wahlen an einem Tag (Symbolbild)

Politik

SPD-Durchmarsch bei Bürgermeister-Wahlen: Fünf auf einen Streich

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Auf zwei neue Gesichter in der Runde der Bürgermeister im Landkreis können sich die Wetterauer einstellen: In Wölfersheim und Ober-Mörlen sind die Chefsessel in den Rathäusern neu besetzt worden.

Wenn in zwei Wochen die Bewohner in der Wetterau per Stichwahl ihren neuen Landrat bestimmen, müssen alle nur noch diesen einen Stimmzettel ausfüllen. Denn bei den fünf Bürgermeisterwahlen am gestrigen Sonntag im Landkreis gab es überall schon finale Entscheidungen. Das war nicht überall eine Selbstverständlichkeit.

  Eike See (38, SPD) ist der neue Bürgermeister von Wölfersheim. Mit dem Durchmarsch des bisherigen Finanz-Abteilungsleiters aus dem Rathaus gleich im ersten Wahlgang hatte nicht jeder Beobachter gerechnet. Denn mit Olaf Warnke war ein weiteres SPD-Mitglied angetreten – als unabhängiger Kandidat. See sicherte sich allerdings schon im ersten Anlauf den Sieg mit satten 67,0 Prozent.

Thomas Küchenmeister, der Leiter der Gesamtschule, holte als unabhängiger Kandidat 29,3 Prozent. Ihn hatte die gesamte Opposition im traditionell roten Wölfersheim unterstützt. Olaf Warnke kam auf lediglich 3,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung betrug 58,8 Prozent. Die vorzeitige Wahl war nötig geworden, weil Bürgermeister Rouven Kötter (SPD) zum Ersten Beigeordneten des Planungsverbands Frankfurt/Rhein-Main gewählt wurde.

  An Ruhestand wird sie nun auch weitere sechs Jahre lang nicht denken: Kristina Paulenz (SPD) hat im Alter von 72 Jahren die Wahl zur Bürgermeisterin gewonnen – und das Rathaus damit von der CDU erobert. Die ehemalige Lehrerin holte 60,9 Prozent, ihr Widersacher, der Biologe und Wissenschaftler Matthias Heil (48), errang 39,1 Prozent. 57,3 Prozent der Ober-Mörler gingen zur Wahl.

Amtsinhaber Jörg Wetzstein hatte aus persönlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Als er mehrfach monatelang aus Krankheitsgründen fehlte, vertrat ihn Paulenz bereits als Erste Beigeordnete der Gemeinde. Paulenz wie auch Heil sind politisch versiert: Beide gehören dem Kreistag an, Heil führt zudem die CDU-Fraktion in der Gemeindevertretung.

  Auch zwei Gegenkandidaten haben Bürgermeister Norbert Syguda (SPD) nicht von seiner vierten Amtszeit abgehalten. Allerdings ist das Ergebnis dieses Mal deutlich knapper ausgefallen als noch 2012: Seinerzeit kam er bei zwei Gegenkandidaten auf 74,0, diesmal nur noch auf 56,8 Prozent. Die als unabhängige Kandidatin angetretene FDP-Politikerin Natascha Baumann holte beachtliche 37,2 Prozent, Stefan Jagsch (NDP) errang 6,0 Prozent. 44,9 Prozent der Altenstädter gingen zur Wahl.

  Ihre vierte Amtszeit kann Bürgermeisterin Ulrike Pfeiffer-Pantring (56, SPD) antreten. Sie erzielte 57,9 Prozent der Stimmen. Mit 42,1 Prozent der Stimmen kam ihr Markus Bäckel, der Fraktionschef der Freien Wähler, allerdings verhältnismäßig nahe. Die Wahlbeteiligung lag bei 47,8 Prozent.

  Dieses Ergebnis kommt nicht überraschend: Ohne Gegenkandidat ist Herbert Unger (59, SPD) mit 86,0 Prozent als Bürgermeister bestätigt worden. Die Wahlbeteiligung lag bei 44,0 Prozent. Unger ist seit dem Jahr 2000 Bürgermeister von Florstadt.

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