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Sprungbrett für Bienen

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Von: red Redaktion

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Fleißig engagieren sich Schülerinnen der Limesschule bei der Anlage der zwei neuen Hochbeete im Schulgarten. Bestäuberfreundlichkeit spielt dabei eine zentrale Rolle. © pv

Altenstadt (red). Sie ziehen seit Kurzem alle Blicke auf sich - die neuen, hölzernen Bauten im reaktivierten Schulgarten der Altenstädter Limesschule. Die beiden großzügigen Hochbeete aus Paletten, die den schuleigenen Garten vervollständigen sollen, waren der Hauptpreis des jährlichen Umweltwettbewerbs im vergangenen Schuljahr.

Sachspende unterstützt Projekt

Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Arbeitsgemeinschaft (AG) »Umwelt« begann der Umweltbeauftragte der Lehranstalt, Sebastian Dörr, bereits im späten Frühling mit den Arbeiten an den Hochbeeten. Anfangs fand er große Unterstützung durch verschiedene Lehrkräfte, die die benötigten Materialien herantrugen: eigenhändig aufgesammeltes Häckselgut aus Gärten, Pferdemist vom nahegelegenen Reiterhof und Zweige vom Schulgelände. »Das Sammeln der benötigten Schichten entwickelte sich zu einem schier endlosen Unterfangen«, erinnert sich Dörr. Durch eine großzügige Sachspende in Form groben Gehölzschnitts, Hackschnitzelmulch, Fertigkompost und Hochbeeterde aus eigener Herstellung beschleunigte das Unternehmen Scherz Umwelt GmbH mit Sitz im Gewerbegebiet Waldsiedlung schließlich diesen langwierigen Prozess.

Nach dem Befüllen der Hochbeete ging es unlängst ans Bepflanzen. »Bei der Auswahl der Pflanzenarten haben wir darauf geachtet, dass bestäuberfreundliche Blumen und Kräuter dabei sind«, erklären die Siegerinnen Sandrine Brücke und Nele Christophersen, die beide die neunte Klasse besuchen. Lavendel, Petersilie, Minze, Dahlien und Erdbeeren - so liest sich derzeit die Speisekarte für die geflügelten Gäste des Schulgartens der Bildungseinrichtung in der Schillerstraße. »Obwohl spät angelegt, macht das vieltönige Summen und Brummen zwischen den Pflanzen deutlich, dass sich verschiedene Hummel- und Wildbienenarten sowie die schuleigenen Honigbienen über die neuen Nahrungsquellen freuen«, äußert sich Sebastian Dörr, der neben Biologie auch Chemie unterrichtet, begeistert.

Patinnen für die Hochbeete

Beim Blick aus dem Fenster ihres Klassenraums können die beiden Schülerinnen, die bis zum Ende ihrer Schulzeit als Beet-Patinnen fungieren werden, nun täglich sehen, wie die von ihnen gepflanzten Kräuter gedeihen oder die Blumen blühen. So ein Hochbeet sei nicht nur einfach nett anzuschauen, die Holzkästen würden auch einen speziellen Zweck erfüllen, weiß der elfjährige Kean Hensley. Auch der Rest des schuleigenen Gartens profitiert von den bestäuberfreundlichen Pflanzen: Wer Bestäuberinsekten willkommen heißt, wird mit einer reicheren Ernte belohnt. Hilft der Mensch den Insekten, macht der Fünftklässler deutlich, »dann helfen die Insekten auch uns Menschen«.

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