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Stadt sucht ehrenamtliche Helfer

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Büdingen (ten). Nach den derzeitigen Zahlen des Regierungspräsidiums (RP) Darmstadt werden den Hessischen Landkreisen ab dieser Woche alle sieben Tage 3 000 Flüchtlinge zugewiesen. Für den Wetteraukreis bedeutet diese Ankündigung, dass jede Woche weitere 150 Menschen untergebracht werden müssen. Im Vergleich zu anderen Kommunen im Kreis bekommt die Stadt Büdingen weniger Flüchtlinge zugewiesen.

Trotzdem bemüht sich die Stadt schon jetzt, Unterkünfte zu finden und ein Netzwerk ehrenamtlicher Helfer aufzubauen.

Wegen der großen Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sollen nur diese auf die Kommunen verteilt werden. Flüchtlinge aus anderen Ländern, deren Zahlen ebenfalls gestiegen sind, wird der Kreis selbst aufnehmen und unterbringen. Die 150 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, die dem Kreis durch das RP Darmstadt angekündigt worden sind, werden dabei proportional nach deren Einwohnerzahl auf die Kommunen verteilt.

Sonderrolle für Büdingen und Nidda

Eine Sonderrolle bei diesem Verteilungsschlüssel haben Friedberg, Nidda und Büdingen. Diese drei Städte bekommen nur ein Drittel der Flüchtlinge, die sie entsprechend ihrer Bevölkerungszahl aufnehmen müssten, weil in ihnen Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes stehen. In Friedberg und Büdingen bieten die ehemaligen Kasernen jeweils rund 1 000 Menschen Unterkunft. In Nidda wurde eine Notunterkunft für ebenfalls rund 1 000 Flüchtlinge aufgebaut (diese Zeitung berichtete).

Der Wetteraukreis rechnet damit, dass bereits am Dienstag die ersten 150 Flüchtlinge, die dem Landkreis zugewiesen werden, in Friedberg eintreffen werden. In den folgenden beiden Wochen sei mit ähnlichen Zahlen zu rechnen. Entsprechend dem Verteilungsschlüssel müsste Büdingen davon wöchentlich vier Personen unterbringen. Wenn diese durch einen Vertreter der Stadt in Friedberg empfangen werden, sollen die Flüchtlinge auch einen Strichcode bekommen, mit dem sie Gegenstände des täglichen Bedarfs in Geschäften, die mit dem System www.barzahlen.de (zum Beispiel Rewe, Aldi) verbunden sind, einkaufen und bezahlen können.

Info-Treffen für Unterstützer

Für Donnerstag, 24. März, lädt die Stadt ab 19 Uhr Vertreter von Polizei, Hilfsorganisationen wie Malteser, Rotem Kreuz und Feuerwehren, der Kirchen sowie ehrenamtliche Helfer zu einem Treffen in die Wolfgang-Konrad-Halle nach Lorbach ein. Dabei werden zunächst Dolmetscher gesucht, die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine bei Amts- und Behördengängen begleiten. Dazu sollen aber auch soziale Angebote, die den Flüchtlingen Geborgenheit und Wertschätzung vermitteln, wie Sportangebote, einfache Deutschkurse oder Angebote für Kinder, entwickelt werden. »Durch den Zusammenhalt der Gesellschaft hat Deutschland schon einige Krisen bewältigt«, heißt es dazu aus der Stadtverwaltung. »Wir hoffen auch hier auf ihr ehrenamtliches Engagement zum Wohle unserer Mitmenschen.«

Wegen der in den nächsten Wochen zu erwartenden Kriegsflüchtlinge sucht die Stadt auch weiterhin nach Unterkünften. Bürgermeister Benjamin Harris bittet Bürger, die Wohnraum zur Verfügung stellen können, sich in der Stadtverwaltung an Elke Schmidt vom Amt für Jugend, Kultur und Soziales, Sachbearbeitung Flüchtlingsunterbringung (E-Mail: gemeinwesenarbeit@stadt-buedingen.de, Telefon: 06042/8841506) zu wenden.

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