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Starkregenrisiken online

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Von: red Redaktion

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Die Fließpfadkarten bieten Anhaltspunkte für den Wasserabfluss bei einem Starkregen. © pv

Nidda (red). Die Stadt Nidda mit ihren 18 Stadtteilen und zahlreichen Fließgewässern blickt schon durch ihre Lage bedingt auf vielfältige Erfahrungen mit Überschwemmungen zurück. In den vergangenen Jahrzehnten wurden daher auch einige Hochwasserschutzmaßnahmen durch den Wasserverband Nidda umgesetzt. Neben dem Bau des Nidda-Stausees folgten Rückhaltemöglichkeiten bei Ulfa und Eichelsdorf.

Die Hochwasserschutzmaßnahmen sind damit keineswegs abgeschlossen, das Thema wird fortlaufend im Technischen Rathaus und beim Wasserverband weiterbearbeitet. Die Zunahme von Starkregen-Ereignissen macht es zudem erforderlich, neue Ansätze zu finden und ein Starkregenmanagement zu installieren. Aufwendige Untersuchungen zu den möglichen Auswirkungen von Starkregen sind dafür erforderlich, die im Zuge der Förderung von Klimaanpassungsmaßnahmen durch das Land Hessen finanziell unterstützt werden.

Nun Karten für das ganze Stadtgebiet

Mit der Übergabe der Fließpfadkarten durch das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie Anfang des Jahres ist ein wichtiger erster Schritt erreicht. Nun liegen erstmals Karten für das gesamte Stadtgebiet vor, die Anhaltspunkte für den Wasserabfluss bei einem Starkregen bieten. Da die Karten anhand einer Berechnung der topografischen Daten mit einer Genauigkeit von einem Meter erstellt wurden, sind kleinere Strukturen, die den Wasserfluss ablenken oder stauen können nicht darstellbar. Hierfür sollen weitere Untersuchung durchgeführt werden.

Die Karten stehen nun im neu geschaffenen Bereich »Wasser und Gewässer« auf der Homepage der Stadt Nidda zur Einsicht bereit. Die Klimaschutzbeauftragte der Stadt Nidda, Birgit Herbst, weist darauf hin, dass die Karten in flachem Gelände kaum Aussagekraft haben. Sie rät dazu, bei der Beschäftigung mit den Fließpfadkarten die ebenfalls auf der Internetseite verfügbaren Erläuterungen zu den Darstellungen und Grenzen dieser Karten unbedingt zu beachten.

Neues Angebot an Informationen

In diesem neuen Informationsangebot stehen für die Bevölkerung neben den Pegelständen auch die Hochwasser-Risiko und -Gefahrenkarten des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie bereit. Darüber hinaus finden sich zahlreiche Tipps zur Eigenvorsorge und Hinweise auf weiterführende Literatur. Nützliche Adressen und Verlinkungen zum Beispiel zum Hochwasserportal des Landes Hessen runden das Informationsangebot ab.

Bürgermeister Hans-Peter Seum weist darauf hin, dass es bis zur Bestimmung und Umsetzung von weiteren baulichen Maßnahmen zum Hochwasserschutz noch ein weiter Weg sein werde. Auch aus diesem Grund komme der Eigenvorsorge der Bürger eine stärkere Bedeutung zu. »Oft sind es kleinere Maßnahmen und Investitionen, mit denen Immobilien und Grundbesitz wirksam vor Schäden durch einem Wassereintritt geschützt werden können. Machen Sie im eigenen Interesse Gebrauch von unserem neuen Informationsangebot«, appelliert Hans-Peter Seum.

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