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Suche bleibt vorerst ergebnislos

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Von: Patrick Dehnhardt

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Die Polizeitaucher machen sich für den Einsatz in dem stellenweise über 20 Meter tiefen Tagebausee bereit. © Patrick Dehnhardt

Region (pad). Eine Taucher-Spezialeinheit der hessischen Polizei hat sich am Mittwoch und Donnerstag im Barbarasee bei Bellersheim auf die Suche nach einer einbetonierten Leiche gemacht. Sie fanden im eiskalten Wasser bislang keine Spur von Daniel M. Der Hanauer soll im November 2016 von zwei Freunden auf einer nahegelegenen Hofreite ermordet worden sein.

Von seiner Leiche fehlt jede Spur.

Dass sie im Sachsensee liegen könnte, ist eine Vermutung, die sich im Prozess gegen die beiden mutmaßlichen Täter ergeben hat. Deshalb wird der See seit Anfang Februar in mehreren Einsätzen großflächig unter die Lupe genommen.

Unterwasserdrohne und Tauchroboter

Laut Aussage eines Angeklagten sind Teile der Leiche in Eimer einbetoniert und in einem See versenkt worden sein. Nach diesen Behältern wird jetzt gesucht. Einer der Tatverdächtigen gab 2020 bei einer Vernehmung an, dass diese Eimer im Starnberger See lägen. Daran gibt es jedoch Zweifel. Der Barbarasee - offiziell als Sachsensee bekannt - liegt nur zwei Kilometer vom Tatort entfernt.

Bereits vor einem Monat hatten Experten von Bundeswehr und Polizei den See mit Unterwasserdrohne und Tauchroboter abgescannt. Zwölf verdächtige Areale sollen nun von den Tauchern näher untersucht werden. Damit sind die Einsatzkräfte in den vergangenen Tagen nicht fertig geworden. »Es wird noch einen dritten Einsatz geben«, kündigt eine Polizeisprecherin an.

Ein Dutzend Einsatzkräfte

Die technische Gruppe der Polizei rund um Einsatzleiter Jochen Singer aus Mühlheim war am Mittwochmorgen mit zwei Schlauchbooten und gut einem Dutzend Einsatzkräften angerückt. Zunächst wurden die verdächtigen Punkte mit Bojen markiert. An diesen Stellen gingen die Taucher schließlich ins Wasser und suchten den Seegrund ab.

Die Suche erschweren könnte das Unwetter von Bellersheim: 2018 gingen rund 150 Liter pro Quadratmeter in wenigen Minuten auf das Gebiet nieder. Wasserströme von den umgrenzenden Feldern ergossen sich in den Barbarasee. Sie führten viel Schlamm mit.

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