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Taktstock ist überflüssig

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Zum wiederholten Mal gastiert die Bigband des Landespolizeiorchesters unter der Leitung von Gerhard Schultheis in der Vulkanstadt, diesmal anlässlich eines Benefizkonzerts zugunsten ukrainischer Kriegsopfer. © Ingeborg Schneider

Gedern (mü). Ein entspannter, sonniger Nachmittag zwischen Swing, Jazz und Blues, Glenn Miller, Duke Ellington und Herbie Hancock erwartete jetzt die Besucher der Gederner Kulturtage im Schlosspark: Zum wiederholten Mal gastierte die Bigband des Landespolizeiorchesters unter der Leitung von Gerhard Schultheis in der Vulkanstadt, diesmal anlässlich eines Benefizkonzerts zugunsten ukrainischer Kriegsopfer.

Eingeladen hatten neben der Stadt als Veranstalterin auch die Fördervereine der Schlossbergklinik und der Sozialstation Oberes Niddertal. Gekommen war eine gut gelaunte Zuhörerschar, die summend, swingend und begeistert applaudierend das abwechslungsreiche Programm verfolgte. So manch einen mag die Auswahl der Stücke von »Georgia on my mind« bis »Chattanooga Choo Choo« an die eigene Jugend oder an die Lieblingsmelodien der Eltern erinnert haben.

Allesamt Profis in ihrem Metier

Durch die Songfolge führte als Moderator Gregor Schor, der immer wieder auch die Solisten vorstellte. Die Musiker und Musikerinnen sind allesamt Profis in ihrem Metier. »Wir sind vom üblichen Polizeidienst freigestellt, unsere Aufgabe ist die Öffentlichkeitsarbeit und Werbung für die Polizei durch die Präsentation beliebter Melodien«, erläuterte Bandleader Gerhard Schultheis am Randes des Konzertes. Standort des Landesorchesters sei Wiesbaden, die Bläser sowie Bassist, Drummer und Keyboarder kämen jedoch aus ganz Hessen.

»Insgesamt ist das Landespolizeiorchester ein symphonisches Blasorchester, dessen Repertoire neben der Klassik auch Rock, Pop, Musical und Film sowie Jazz und Swing umfasst«, sagte Schultheis und ergänzte: »Neben der Bigband gibt es weitere Ensembles innerhalb der Gesamtformation, die sich je nach Interesse und Anlass zusammenfinden, zum Beispiel eine Achter- und eine Fünfercombo, ein Saxofon-Quartett und ein Horn-Quintett.« Gefragt, wo denn sein Taktstock sei, antwortete der Bandleader entspannt: »Der ist überflüssig - man hört doch, dass wir ein eingespieltes Team sind, das seinen Groove von selbst findet.«

Leichtigkeit und Spielfreude

Wohl wahr - und dieser bandeigene Rhythmus sprang erkennbar ins Publikum über, wie die zahlreichen wippenden Füße bewiesen. Von einem opulenten Medley mit dem Titel »A salute to Glenn Miller« über »Take the A-Train« bis zum »Watermelon Man« hatte man eine reichhaltige Songauswahl mitgebracht, die im zweiten Teil noch von »Big Spender«, »Mr. Anthony’s Boogie« und »New York, New York« getoppt wurde. Die Zuhörer genossen den Nachmittag in vollen Zügen, nicht anders als die Band selbst, die neben professioneller Meisterschaft viel Leichtigkeit und immense Spielfreunde über die Rampe brachte. Ganz klar, dass man zwei Zugaben gewährte: Die unsterbliche Glenn-Miller-Komposition »In the mood« und die Queen-Version von »Just a Gigolo« krönten ein vergnügliches Konzert der Premium-Klasse.

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