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Tanzen für den Frieden

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Zum Abschluss versammeln sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den beiden »tanzenden Schmetterlingen« auf dem Platz vor dem historischen Rathaus. © Stefan Weil

Schotten (sw). Viel los war in der Schottener Innenstadt, als die Kulturinitiative »TraVogelsberg - eine Region bricht auf« zum »Tanz für den Frieden« aufgerufen und mit der Grundschule Schotten einen starken Partner gefunden hatte. Die beiden Musikpädagogen, Schulleiter Andreas Göbel und Musiklehrerin Anica Pfeiffer-Brasse, sowie der rund 60-köpfige Schulchor waren während des Umzugs lautstark zu vernehmen.

Treffpunkt war der Alteburgpark, wo sich auch zahlreiche Eltern sowie Zuschauerinnen und Zuschauer bei bestem Wetter über ein tolles Bild und eine schöne Atmosphäre freuten. Die Organisatoren der Kulturinitiative hatten sich professionelle Unterstützung vom Verein »Über-Brücken« (Frankfurt) und dem Zirkusverein »Zansiba« (Vellberg) geholt. Schon rein optisch zog aber besonders die Tanzgruppe »Feuer und Farbe« (Frankfurt) die Blicke auf sich. Die beiden jungen Tänzerinnen waren nicht zu übersehen. Auf hohen Stelzen und kostümiert als grellbunte Schmetterlinge gaben sie dem Umzug ein besonderes Gepräge, was ihnen andererseits eine konditionell starke körperliche Leistung abverlangte.

Flüchtlinge führen Parade an

Die Parade führte eine Gruppe von Flüchtlingen aus der Ukraine und Helfern aus der Schottener Unterstützergruppe an. Mit einem Transparent machten sie mehrsprachig auf den Frieden, den tieferen Sinn der Aktion aufmerksam, die im Rahmen des »Welttanztags« stattfand.

Vom Alteburgpark aus bewegte sich die Parade dann über die Vogelsbergstraße zum großen Parkplatz. Hier gaben die Schülerinnen und Schüler der »Musikalischen Grundschule Schotten« ein kleines Sonderkonzert vor dem Vulkaneum. Als originelle Klangkörper kamen dabei auch von TraVogelsberg zur Verfügung gestellte kleine Gießkannen aus Kunststoff zum Einsatz. Auch am oberen Eingang zur Marktstraße legte man noch einen musikalischen Halt ein, bevor die Parade schließlich den wöchentlich freitags stattfindenden Feierabendmarkt in der Altstadt zwischen historischem Rathaus und Liebfrauenkirche erreichte. Umrahmt von den »Dancing Butterflies« und einigen akrobatischen Kunststücken der zirzensischen Zansiba-Künstler präsentierte der Chor einige extra einstudierte Gesangsstücke. Den durchdringenden Trommelklängen folgten weiche Bewegungen mit bunten Tüchern im Rhythmus mehrerer Lieder.

Konzert auch in Gießen

Am Donnerstag, 12. Mai, werden die Schülerinnen und Schüler mit der Kulturinitiative TraVogelsberg ihre Lieder nach Gießen tragen. Dort treffen sie gemeinsam mit sieben anderen Musikalischen Grundschulen an der Marktkirche zusammen und gestalten ein musikalisches Programm.

Die Tanzaktion fand viel Beifall und Anerkennung bei Zuschauern und Marktbesuchern. Ein solch buntes Treiben könnte man sich in der Altstadt öfters vorstellen. Das Projekt »TraVogelsberg - eine Region bricht auf« wird von Bund und Land gefördert. Ziel ist es unter anderem, ein kulturelles Netzwerk aufzubauen sowie Vielfalt, Teilhabe und Demokratie zu fördern.

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