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Theodora-Konitzky-Akademie: Freude und Sorge gleichermaßen

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Von: red Redaktion

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Skizzieren den erfolgreichen Weg der TKA aus unterschiedlichen Blickwinkeln (von links): Bürgermeister Klaus Kreß, GZW-Geschäftsführer Dr. Dirk M. Fellermann, Akademieleiter Mike Racke und Landrat Jan Weckler. FOTO: ROHDE © pv

Die Theodora-Konitzky-Akademie feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Dabei prägen Stolz und Freude, aber auch die Sorge um die künftigen Entwicklungsmöglichkeiten die Stimmung.

Wetteraukreis (red). Stolz und Freude, aber auch Sorge um die künftigen Entwicklungsmöglichkeiten und mahnende Worte - das emotionale Spektrum war breit gefächert während der Feierstunde anlässlich des 25-jährigen Bestehens der heutigen Theodora-Konitzky-Akademie (TKA), zu der sich 70 geladene Gäste im Saal »Wetterau« des Facharzt- und Servicezentrums am Hochwaldkrankenhaus in Bad Nauheim versammelt hatten.

Von der »sehr fortschrittlichen« Gründung einer der ersten Verbundkrankenpflegeschulen Deutschlands 1997 spannte GZW-Geschäftsführer Dr. Dirk M. Fellermann in seiner Begrüßung den Bogen über den zwischenzeitlichen Niedergang der Schülerzahlen und die Neuausrichtung der Schule als Theodora-Konitzky-Akademie ab 2017 bis zur Vision eines Campus mit 300 Schülern.

Entwicklung wird ausgebremst

Ausgehend von den guten Voraussetzungen, die der Standort Bad Nauheim sowie die vom Fachkräftemangel geprägte Arbeitsmarktsituation böten, setze die TKA die 2017 definierten strategischen Ziele konsequent um, betonte Fellermann. Exemplarisch nannte er die gesellschaftsrechtliche Einbindung der Krankenpflegeschule in den GZW-Klinikverbund, die Erweiterung der Kooperationsbeziehungen zu regionalen Gesundheitsversorgern, die Erweiterung der Ausbildungskapazitäten für die dreijährige generalistische Pflegeausbildung von 110 auf 180 Plätze, die Schaffung von jeweils 30 neuen Ausbildungsplätzen in der einjährigen Krankenpflegehilfe-Ausbildung, in der Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin sowie in der Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistentin und die Etablierung der Fachweiterbildung »Anästhesie- und Intensivpflege« mit 15 Plätzen.

»Ausgebremst wird die Entwicklung der TKA durch den aktuellen Platzmangel, denn der ursprünglich für September 2020 geplante Umzug in Badehaus 5 des Sprudelhofs wurde inzwischen dreimal verschoben, zuletzt auf August 2023. Die Verzögerung der Badehaus-Sanierung gefährdet das langfristig angelegte Gedeihen der Schule ebenso wie die Auszahlung von beantragten Fördermitteln, und dies vor dem Hintergrund des durch im Umfeld neu eingerichtete Schulen verschärften Wettbewerbs«, betonte Fellermann und bat Landrat Jan Weckler (CDU) und Bürgermeister Klaus Kreß (parteilos) um ihre weitere Unterstützung in dieser essenziellen Frage.

Schulleiter Mike Racke verwies auf das in den letzten fünf Jahren implementierte Qualitätsmanagement, regelmäßige pädagogische Konferenzen, ein neues handlungsorientiertes Curriculum, ein Konzept zur Lernförderung, die Einführung von Zwischenprüfungen und Probeexamen, ein Lernpatenkonzept für Auszubildende sowie Anerkennungsprüfungen für nicht europäische Pflegekräfte. Auch der gesellschaftliche Wandel präge den Schulalltag, beispielsweise durch veränderte Kompetenzanforderungen an Lernende und Lehrende, veränderte Vorgaben für die Einsatzplanung der praktischen Ausbildung, gestiegene Anforderungen an die praktische Ausbildung ebenso wie an die Theorie-Praxis-Verknüpfung und eine stärkere Fokussierung auf die Rolle der Auszubildenden als Lernende auch am Lernort Praxis.

Die mangelhafte räumliche und technische Ausstattung im alten Gebäude belaste den Schulbetrieb täglich und fordere auch von ihm als Schulleiter ständiges Umplanen und viel Motivationsarbeit. »Zusammengefasst kann man sagen: Wir lehren und lernen in einer provisorischen Übergangsituation in der Dauerwarteschleife«, schlussfolgerte Racke unter dem Beifall der Anwesenden.

Applaus für Grußworte

Applaus gab es auch für die folgenden Grußworte von Kreß und Weckler. Der Bürgermeister bekundete Respekt und Stolz angesichts der so überaus positiven Entwicklung der TKA und versicherte das GZW seiner bleibenden Unterstützung nicht nur in der Frage eines möglichst baldigen Umzugs.

Weckler würdigte die Gründung der Verbundkrankenschule 1997 als »Blaupause« für den 2005 folgenden Zusammenschluss der regionalen Krankenhäuser zum Gesundheitszentrum Wetterau und betonte: »Dieser Schritt war nicht nur erfolgreich, sondern angesichts der rasanten Entwicklung im Gesundheitswesen eine existenzsichernde Maßnahme für unsere Krankenhäuser.«

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