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Therme in Bad Salzhausen beschäftigt Landtag

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Von: red Redaktion

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Nidda (red). Der Wetterauer FDP-Landtagsvizepräsident Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn macht einen möglichen Erhalt der Justus-von-Liebig-Therme in Bad Salzhausen eigenen Angaben zufolge zum Thema im Landtag und stellt eine Kleine Anfrage an die schwarz-grüne Landesregierung.

Die im Niddaer Stadtparlament vertretenen Fraktionen und Bürgermeister Thorsten Eberhard haben sich dafür ausgesprochen, dass die 1981 eröffnete und von einem großen Sanierungsstau betroffene Therme in Bad Salzhausen Ende September geschlossen und abgerissen wird. Stattdessen soll ein kleines Vital- und Gesundheitszentrum entstehen. Die finale Entscheidung wird das Stadtparlament treffen (der Kreis-Anzeiger berichtete).

Er wolle mit der Anfrage unter anderem in Erfahrung bringen, inwiefern die Landesregierung die Therme als wichtigen Wirtschafts- und Tourismusfaktor ansieht und mit welchen konkreten Maßnahmen Schwarz-Grün sich in den Jahren 2019 bis 2021 für einen Erhalt eingesetzt habe, schreibt der FDP-Politiker in einer Pressemitteilung. Darüber hinaus solle die parlamentarische Initiative klären, welche Möglichkeiten die Landesregierung derzeit sieht, um die Therme vor einer Schließung zu retten. Abschließend wolle er in Erfahrung bringen, warum die Landesregierung nicht selbst früher die Initiative ergriffen und die Stadt Nidda auf Fördermöglichkeiten aufmerksam gemacht habe, teilt Hahn mit.

Eine Mitarbeiterin des Hessischen Wirtschaftsministeriums sei auf die Proteste zur Schließung und den Abriss des Bades aufmerksam geworden, habe sich daraufhin an den Ortsbeirat gewandt und die Möglichkeit einer Förderung ins Spiel gebracht. Normalerweise fielen Thermen bei diesem Förderprogramm für Sportstätten durch das Raster, doch die Förderrichtlinien seien insgesamt schwammig.

Der Ortsbeirat sehe nun die Möglichkeit, mit der Förderung die Therme zu erhalten sowie auf einen Stand zu bringen, der nach professioneller Planung im laufenden Betrieb nahezu keine Kosten für den Haushalt verursache.

»Ich möchte in Erfahrung bringen, ob es Möglichkeiten gibt, die Justus-von-Liebig-Therme vor dem Aus zu retten. Es ist verwunderlich, dass es offenbar Fördermöglichkeiten des Landes gibt, welche die Landesregierung bisher der Stadt Nidda aber offenbar nicht vorgestellt, sondern geradezu verschwiegen hat. Gerade von der ehemaligen CDU-Bürgermeisterin und jetzigen Europaministerin Lucia Puttrich hätte man doch erwarten dürfen, dass sie Lobbyarbeit für ihre Heimatstadt macht«, erklärt Hahn.

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