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Tödliche Messerattacke

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Mitschülerinnen und Mitschüler, Freunde und Bekannte erinnern mit Blumen und Kerzen nahe des Tatorts an ihren getöteten Mitschüler und Freund. ARCHIVFOTO: POTENGOWSKI © Oliver Potengowski

Ranstadt (cwo). Der gewaltsame Tod eines 18-Jährigen erschüttert zu Jahresbeginn Ranstadt und die umliegenden Gemeinden. Der Glauburger ist am 20. Januar an einer Auseinandersetzung mehrerer Jugendlicher in der Nähe der Ranstädter Laisbachschule beteiligt, bei der ein 16-Jähriger aus Ortenberg schließlich ein Messer zieht und den 18-Jährigen tödlich verletzt.

Den 16-Jährigen nehmen Polizisten kurze Zeit später fest.

Für zusätzliche Aufregung sorgt wenig später der wiederholte Aufruf der NPD zu einer Mahnwache für den Getöteten. NPD-Widersacher sehen hierin eine Instrumentalisierung zu Wahlzwecken für die anstehende Kommunalwahl. Versuche des Ranstädter Rathauses zusammen mit der Kreisverwaltung, die NPD-Aktion verbieten zu lassen, scheitern vor dem Gießener Verwaltungsgericht. Gegenveranstaltungen engagierter Mitschülerinnen und Mitschüler sowie Bürgerinnen und Bürger verhindern schließlich die Aktionen. Im Juni schließlich erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes gegen den 16-Jährigen. Ein Mitangeklagter steht wegen schweren räuberischen Diebstahls vor Gericht. Aufgrund des jungen Alters der Angeklagten finden Verhandlung und Urteilsverkündung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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