1. Startseite
  2. Region
  3. Wetteraukreis

Trauriges Déjà-vu: Kein Karneval

Erstellt: Aktualisiert:

Von: red Redaktion

Kommentare

myl_Karnevalabgesagt_150_4c
myl_Karnevalabgesagt_150_4c © pv

Nidda/Ulfa/Unter-Schmitten (red). »So haben wir uns das nicht vorgestellt!« Dieser Satz beschreibt den Gemütszustand der Niddaer Karnevalisten aktuell wohl am besten. Nachdem die Kampagne 2020/2021 schon frühzeitig abgesagt werden musste, waren die Hoffnungen groß, dass dieses Mal alles anders wird. Ober besser gesagt, dass nichts mehr anders sein wird und die Näirer Fastnacht wieder wie gewohnt stattfinden kann.

Doch die Euphorie ist in den vergangenen Wochen der Ernüchterung gewichen. »Schlussendlich haben wir keine andere Möglichkeit gesehen, als auch die Kampagne 2021/2022 abzusagen«, erklärt Jan-Philipp Repp vom NCV-Präsidium. Seit Ende Dezember Woche gelten neue, verschärfte Corona-Beschränkungen und eine Lockerung ist durch die Omikron-Welle nicht in Sicht.

Die Gesundheit der Gäste und aller Aktiven steht unabdingbar an erster Stelle. Natürlich wolle man endlich wieder Fastnacht feiern, aber nicht um jeden Preis. »Deshalb stellen wir uns erneut unserer Verantwortung - auch wenn uns dabei das Herz blutet«, sagt der Vorsitzende des Faschingsklubs Ulfa Michael Bill.

Nachdem die Schmitter Narr’n ihre traditionelle Sitzung bereits vor dem 11. 11. abgesagt hatten, hat jetzt auch der Vorstand des Niddaer Carneval Vereins die Absage aller geplanten Veranstaltungen beschlossen. Der Faschingsklub Ulfa hat ebenfalls seine Planungen für die kommenden Monate eingestellt.

»Es ist klar, dass die Näirer Fastnacht auch im Jahr 2022 nicht so stattfinden kann, wie wir sie uns vorstellen, und dass sie in der aktuellen Situation schlicht und einfach keinen Sinn macht«, stellt der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft Unter-Schmitten Tim Schmitt fest. Hinzu komme, dass es derzeit keinerlei Planungssicherheit gebe. Das, was heute gelte, könne morgen schon wieder hinfällig sein.

Vor dem Hintergrund all dieser Punkte können und wollen die drei Vereine eine Kampagne weder den Gästen noch den Aktiven zumuten. »Insbesondere die neuen Prinzenpaare, die erfreulicherweise am 13. November noch vorgestellt werden konnten, möchten wir nicht in eine unsichere Zukunft und eine halbgare Kampagne schicken. Den Tollitäten und ihren fleißigen Helfern gilt unser Dank für die bislang geleistete Arbeit«, sagt Jan-Philipp Repp, der als Oberhofmarschall als Begleiter und Ansprechpartner der Tollitäten fungiert.

»Wir bedanken uns bei allen Aktiven, die in den vergangenen Monaten viel Zeit und Herzblut in Vorbereitungen, Trainings- und Übungsstunden gesteckt haben. Und wir möchten an dieser Stelle versichern, dass diese Arbeit nicht umsonst war. Denn mit der Absage der aktuellen Kampagne starten auch die Vorbereitungen für die Session 2022/2023«, ergänzt Michael Bill.

Die Vereine wollen die aktuelle Situation in den kommenden Wochen weiterhin beobachten. Sollte sich zeigen, dass sich die Lage entspannt, sollen mögliche Alternativen besprochen und ausgelotet werden. Von einer Outdoor-Veranstaltung bis hin zu einer erneuten Online-Fastnacht habe man bereits verschiedene Ideen in petto. FOTO: IMAGO / ALEXANDER LIMBACH

Auch interessant

Kommentare