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»Uff de Stuhl hippe«

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Johannes Scherer und Andrea Weber. © pv

VON INGE SCHNEIDER

Höchst . Unter dem Motto »Tussis, Tablets und Tätowierung« präsentiert das Moderatorenduo Andrea Weber und Johannes Scherer am kommenden Sonntag, 17. Juli, in der Gaststätte »Zum Goldenen Löwen« in Höchst eine Comedy-Lesung mit »Kuriosem aus dem echten Leben«. Diese Zeitung hat im Vorfeld mit Andrea Weber über eine langjährige Freundschaft, geniale Parodien, Bubble Tea und müde alte Männer gesprochen.

Wie kamen Sie zu Radio FFH und wie entstand Ihre Freundschaft zu Johannes Scherer?

Ich stamme ursprünglich aus Westfalen, habe in den 90er Jahren in Minden beim Lokalsender Radio Westfalica volontiert und dort als Redakteurin bis 1997 gearbeitet. Dann entfloh ich der Provinz, kam ins großstätische Frankfurt zu Planet Radio, dem Tochterunternehmen von Hitradio FFH, und schlussendlich zu FFH direkt.

Johannes und mich verbindet eine langjährige Freundschaft, die aus der gemeinsamen Arbeit beim Hörfunk und aus der Liebe zum Wort resultiert. Er ist aber nicht nur ein Freund, ich bin auch sein absoluter Fan, weil er für mich einer der genialsten Köpfe der deutschen Comedyszene ist.

Seit wann treten Sie als Duo gemeinsam auf und wie wählen Sie Ihre Texte aus?

Die Vorarbeit in Gestalt der Textauswahl übernehme ich. Da ich seit etwa 20 Jahren auch in meiner westfälischen Heimat Comedy und auch »normale«, sprich: ernsthafte Lesungen mache, für die man mich jederzeit buchen kann, bin ich mit den »Lustigkeits-Ansprüchen« der Gäste vertraut.

Und weil ich auch Johannes‹ geniale Parodien und Imitationen gut kenne, weiß ich, welche Texte ich nehmen muss, damit das Publikum tobt. Speziell in Altenstadt brauchen wir immer stabile Stühle - der eine oder andere Gast springt schon mal darauf!

Hat sich Ihr Programm im Laufe der Jahre verändert?

Na klar! Es ist jedes Mal komplett neu. Johannes und ich sind ja keine Autoren: Das heißt, wir »lesen fremd«. Kurzgeschichten, Sketche und Glossen von lustigen Menschen wie Torsten Sträter, Jürgen von der Lippe, Hape Kerkeling und anderen sind im Programm. Auch die Themen variieren, es muss aber nicht unbedingt Tagesaktuelles sein. Corona werden wir uns am Sonntag zum Beispiel definitiv nicht vornehmen - ich glaube, die Leute brauchen »das böse C« nicht auch noch in einer Comedy-Lesung.

Was hat Sie in die Wetterau gezogen?

Als FFH vor etlichen Jahren von Frankfurt nach Bad Vilbel zog, ging ich mit und ließ mich wirklich gerne auf dem Land nieder. Nach einigen weiteren Stationen wohne ich nun seit 17 Jahren in Altenstadt, und das mit voller Freude und Überzeugung.

Was schätzen Sie am Altenstädter Publikum besonders?

Dass es genau meine Art von Humor hat: »Ruhisch emol uff die Schenkel gekloppt und uff de Stuhl gehippt! Spaß muss sei!«

Worauf dürfen sich die Zuschauer bei Ihrem Auftritt am Sonntag in Höchst freuen?

Allein ein paar Überschriften aus den Büchern, aus denen wir lesen werden, sagen schon recht viel: »Fleischwurst«, »Bubble Tea enthält Spargel« und »Sex ist wie Mehl«. Es ist übrigens Zufall, dass die drei genannten Titel allesamt etwas Essbares enthalten. Besonders freue ich mich auf »Alte Männer - wenn der Trieb nachlässt«. Ich schmeiß mich jetzt schon weg.

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