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Viel Arbeit im Winter

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Von: red Redaktion

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Gedern (red). Die Gederner Segelflieger sind derzeit mit ihren umfangreichen Winterarbeiten beschäftigt. Sie wollen nämlich ihre etwas in die Jahre gekommene, aber immer noch sehr gern geflogene LS 4 etwas verbessern. Die Arbeiten gehen dank der nötigen Portion Euphorie mit großen Schritten voran.

Die LS 4 wurde im Jahr 1982 als Hochleistungssegelflugzeug angeschafft. Sie wurde nicht nur komplett neu lackiert, sondern bekam zudem sehr moderne Winglets. Somit entspricht sie jetzt dem aktuellen Standard eines guten Flugzeugs für fortgeschrittene Flugschüler und Streckenfluganfänger. Trotzdem war und ist immer noch allerhand Handarbeit notwendig.

Spornrad und Wassersäcke

Denn die Flieger möchten ein Spornrad hinten am Rumpf haben, damit sie nicht nach jeder Landung immer den Spornkuller holen müssen. Das würde für sie eine erhebliche Erleichterung beim Bodenhandling bedeuten. Dazu musste der Rumpf hinten vorbereitet, geöffnet, geharzt und schließlich das vorgeschriebene Rad eingepasst werden. Das nahmen Horst Böhnisch und Harald Kaufmann in Angriff. Mit den Winglets, das sind die mit nach oben gebogenen Flächenenden, sei das Fliegen ein besonderes Erlebnis, befinden die Gederner Segelflieger. Unter anderem deshalb, weil der Pilot die noch besseren Flugeigenschaften und das bessere Steigvermögen des Flugzeuges nutzen kann.

Und last but not least erfordert der nicht ganz einfache Umbau einen angepassten Anhänger für den Transport. Der mittlerweile deutlich über 40 Jahre alte Anhänger hatte mittlerweile doch sehr gelitten und war sehr verschlissen, sodass der Verein sich für eine komplette Neuanschaffung entschied.

Teilnahme an Wettbewerben

Um weiter wettbewerbsfähig an Wettbewerben teilzunehmen zu können, was bei den Gederner Fliegern ja häufig der Fall ist, wurden die beiden Flügel mit Wassersäcken bestückt, damit vor einem Flug Wasser getankt werden kann, das dann vor einer Landung abgelassen wird.

Das erhöht die Flugleistung bei gutem Wetter, erklären die Gederner Segelflieger, sodass in Mitteleuropa Schnittgeschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern erreicht werden können.

Die bisher geleisteten umfangreichen Arbeiten wurden auf einige, aber zu wenige Schultern verteilt, weil außer an diesem Segelflugzeug natürlich noch weitere Winterarbeiten bis zum Saisonbeginn am Flugpark der Gederner Segelflieger erledigt werden müssen.

Weitere Infos zur Segelfliegergruppe Gedern, zum Segelfliegen und auch zu einer unverbindlichen Schnuppermitgliedschaft gibt es im Internet auf www.sfg-gedern.de.

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