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Syrisch-Orthodoxe Gemeinde Bad Vilbel zeigt Neugierigen Gottesdienst

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Syrisch-Orthodoxe Gemeinde Bad Vilbel zeigt Neugierigen Gottesdienst

Intensiver Weihrauchduft erfüllte die Kirche. Fürs Auge gab es leuchtende Farben und viel Bewegung im Altarraum. Und das Gehirn musste mit knapp eineinhalb Stunden meist gesungener Texte klarkommen:

Bad Vilbel - Intensiver Weihrauchduft erfüllte die Kirche. Fürs Auge gab es leuchtende Farben und viel Bewegung im Altarraum. Und das Gehirn musste mit knapp eineinhalb Stunden meist gesungener Texte klar kommen: Es gab viel zu erleben beim syrisch-orthodoxen Gottesdienst in der Maria-Mutter-Gottes-Kirche, den die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK Wetterau) vor Kurzem veranstaltet hat. 

Gotteshaus in Massenheim: Gebete und Chorgesang

Er gehörte zur Reihe "Spiritualität und lockte rund 30 Neugierige, darunter Landrat Jan Weckler (CDU). Sie lauschten biblischen Texten, Gebeten und Chorgesang. An dem Gottesdienst wirkten neben Pfarrer Charbel Imghimiz viele Messdiener mit. Etwa 450 Mitglieder hat die Gemeinde, die erst 2017 von der alten Auferstehungskirche am Friedhof in das neue Gotteshaus in Massenheim umgezogen ist. Die Kirche von Antiochien ist die älteste christliche Kirche nach der Urgemeinde von Jerusalem. 

Es gibt 60 syrisch-orthodoxe Gemeinden in Deutschland

Bereits in den 60er und 70er Jahren waren viele Christen im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen Kurden und Türken aus ihrer Heimat vertrieben worden. Mehr als 150 Familien ließen sich in Bad Vilbel und Umgebung nieder. Die Bad Vilbeler Gemeinde ist eine von etwa 60 syrisch-orthodoxen Gemeinden in Deutschland mit insgesamt rund 125 000 Mitgliedern. In den vergangenen Jahren fanden auch Christen aus den syrischen Bürgerkriegsgebieten ein neues Zuhause in der Gemeinde. 

Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Gäste zu einem Buffet in das Gemeindehaus eingeladen. Landrat Weckler hob in seinem Grußwort das bewährte Miteinander, die gute Nachbarschaft sowie die anhaltende Notwendigkeit zum Austausch hervor. Der ACK-Vorsitzende Andreas Münster dankte nicht nur für die Gastfreundschaft, sondern vor allem für das spirituell-geistliche Miteinander. Er betonte stolz: "Hier und heute haben Christen verschiedener Konfessionen miteinander Gottesdienst gefeiert." red Nächste Veranstaltung im März Die nächste Veranstaltung der Reihe "Spiritualität in der Wetterau" findet am Sonntag, 24. März, um 19 Uhr in der Evangelischen Burgkirche in Friedberg statt. Dort geht es mit dem Dekanatskirchenmusiker Ulrich Seeger um evangelische Kirchenmusik von "Bach bis Gospel". 

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