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Angst um die Zukunft des Bad Vilbeler Freibads.

Kommentar zur Freibad-Diskussion

Bad Vilbel:  Laut sein? Ja, bitte! Aber keine Panik machen.

Dass einige Bad Vilbeler sich nun so engagiert für den Erhalt ihres Freibads einsetzen, ist ohne Frage eine tolle Sache. Aber: Panik wäre fehl am Platz.

Die Bürgerinitiative sollte darauf achten, nicht den Eindruck zu erwecken, das Freibad sei in akuter Gefahr. Das ist es nicht. Man darf dem Magistrat durchaus Glauben schenken, wenn er beteuert, eine Schließung sei nicht vorgesehen. Allein, weil es – salopp gesagt – kommunalpolitischer Selbstmord wäre, die letzte Möglichkeit, in der Quellenstadt schwimmen zu gehen, ohne Ersatz wegfallen zu lassen. 

Konzentrieren sollten sich die Proteste deshalb darauf, dass die rund 80 Jahre alte Freibadanlage nun endlich saniert wird. Bedenklich wäre, wenn sie tatsächlich erst erneuert wird, sobald das neue Kommunalbad steht, wie Stadtrat Minkel es ankündigte. Wann das an den Wund-Komplex angeschlossene Hallenbad nämlich fertig ist, steht noch in den Sternen – obwohl es auf der Prioritätenliste des Megaprojekts an erster Stelle steht. 

Weiter hinten rangiert dort das neue Freibad, das auf dem Thermen-Gelände entstehen soll. Versprochen, dass es kommt, hat die Stadt es den Vilbelern zumindest immer. Sollte sich das wider Erwarten ändern, kann man nur hoffen, "FreiBadVilbel" meldet sich genauso lautstark zu Wort wie jetzt. Wohin der Weg führt, wird die Bürgerversammlung nach den Sommerferien zeigen.

Alexander Gottschalk

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