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Vogelsbergkreis kein Risikogebiet

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Von: red Redaktion

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Zecken lauern in Gebüschen oder in hohem Gras. © pv

Vogelsbergkreis (pm). Ein Zeckenstich kann gefährlich werden. Denn »die bakterielle Lyme-Borreliose ist mit geschätzten mehreren Zehntausend Fällen im Jahr die häufigste, durch Zecken übertragene Krankheit in unseren Klimazonen«, sagt Dr. Henrik Reygers, kommissarischer Leiter des Gesundheitsamtes des Vogelsbergkreises. Wird ein Zeckenstich früh entdeckt, ist die Gefahr einer Borreliose-Übertragung gering.

»Bis Borreliose-Bakterien über die Einstichstelle ins Blut gelangen, dauert es einige Stunden, bevor die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung ansteigt. Deshalb sollten Zecken schnellstmöglich entfernt werden«, sagt Reygers. Unbehandelt kann die Infektion Nervenlähmungen, Gelenkbeschwerden, Herzmuskelentzündungen und andere Erscheinungen verursachen. Einen Impfstoff gibt es noch nicht, jedoch kann die Erkrankung medikamentös behandelt werden.

Neben der Borreliose können Zecken die Viruserkrankung Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) übertragen - anders als bei der Borreliose, werden die Viren schon beim Stich übertragen. Die fieberhafte Erkrankung kann unter Beteiligung der Hirnhäute (Hirnhautentzündung/Meningitis) einhergehen. »Allerdings kann man sich gegen FSME durch eine Impfung schützen«, sagt Reygers. Da aber der Vogelsbergkreis gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes kein FSME-Risikogebiet sei, wird zum jetzigen Zeitpunkt durch das Gesundheitsamt keine Impfempfehlung ausgesprochen. »Anders verhält es sich bei Reisen in FSME-Gebiete«, sagt Dr. Reygers. Gerade Süddeutschland sei ein Schwerpunkt, allerdings fänden sich auch Nachbarlandkreise wie Fulda oder Marburg-Biedenkopf in der RKI-Liste der Risikogebiete.

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