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Vom digitalen und realen Leben

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Von: red Redaktion

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Eine Geschichte über Mediensucht, die nachdenklich macht, erleben die Limesschülerinnen und -schüler in einem Theaterstück und bereiten sie anschließend auf. © pv

Altenstadt (red). Wo passiert das Leben - real oder virtuell? Wie werden Freundschaften gepflegt - analog oder digital? Wo finden die wichtigen Dinge des Lebens statt - online oder offline? Woran erkenne ich, wenn mein Medienverhalten kritisch wird? Diese und ähnliche Fragen diskutierten Schülerinnen und Schüler der Altenstädter Limesschule mit den vier Schauspielerinnen und Schauspielern des mobilen Theaters »Theaterspiel« aus Witten, die das Stück »Philotes« in der Altenstadthalle aufführten.

Denn es handelt von Mediensucht, Freundschaft, digitalem und realem Leben.

Verführerische Online-Welt

Die Schülerinnen und Schüler lernten auf der Bühne Emmy, Tom und Lara kennen, die sich eigentlich ganz gut verstehen. Doch dann entdeckt Emmy online vermeintlich coolere Spielpartner, sie lässt alles andere schleifen und versumpft. Dass das wahre Leben ein viel spannenderes Game ist, wie ihre Freunde wissen, das interessiert Emmy nicht mehr. Sie lässt sie links liegen. Auch ihre Mutter ist verzweifelt: »Bei uns ist alles auseinandergebrochen. Ich dachte immer, wir kriegen das in den Griff.«

Während des einstündigen Stücks verstanden es die Protagonisten der Inszenierung, ihr junges Publikum in das Geschehen einzubeziehen, was die Jugendlichen nutzen, um sich kritisch mit Handlungen und Lösungsansätzen auseinanderzusetzen. In einem Nachgespräch gingen die Akteure noch auf Fragen zu Inhalten und zur Entstehungsgeschichte des Stücks ein.

Die beiden Schulsozialarbeiterinnen Milena Fritz und Sevgi Kurnaz, die das Ensemble nach Altenstadt holten und ebenfalls im Zuschauerraum saßen, sind überzeugt, dass das vierköpfige Schauspieler-Team die Mädchen und Jungen zum Nachdenken brachte. »Man sah es an den Reaktionen, dass der eine oder die andere gemerkt hat: ›Das könnte auch ich sein‹«, fasst es Fritz zusammen.

Das Theaterstück wurde im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit« durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie über das Landesprogramm »Hessen aktiv für Demokratie und gegen Extremismus« gefördert. Nähere Informationen hierzu gibt es im Internet unter www.demokratie-leben.de.

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