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Vom Umweltberater zur Klimamanagerin

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Von: red Redaktion

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Florstadt (red). Zeitenwende im Florstädter Rathaus: Der langjährige Umweltberater, Diplom-Biologe Alfred Schlosser, ist nach fast 33 Jahren in der Verwaltung in den wohlverdienten Ruhestand gegangen.

Seine Stelle konnte nahtlos wiederbesetzt werden - und zwar mit der studierten Umwelt- und Ressourcenmanagerin (Master of Science) Frauke Köppel, die zudem noch Bachelor of Science für Agrarwissenschaften sowieso Master of Science der Nutztierwissenschaft ist.

Laut Bürgermeister Herbert Unger (SPD) wird sie sich künftig um andere Schwerpunkte kümmern als Schlosser. »Die erfolgreiche Arbeit im Bereich Auen- und Landschaftsschutz kann nun etwas zurückgefahren werden, weil dort dank Alfred Schlosser alle relevanten Ziele erreicht wurden. Die erfolgreiche Wiederansiedlung des Weißstorches ist nur ein Beispiel dafür«, erklärt der Rathauschef in einer Pressemitteilung. Künftig solle der Bereich Klima- und Ressourcenschutz stärker in den Fokus rücken.

Daher werde Frauke Köppel auch nicht den Titel »Umweltberaterin«, sondern »Klimamanagerin« tragen und sich verstärkt um die energetischen Sanierungen, den Grundwasser- und Klimaschutz sowie die Transformation der Stadt in eine CO2-freie und klimaneutrale Zukunft kümmern.

Viele Projekte

realisiert

»Natürlich wird sie aber auch für die Abfallwirtschaft zuständig sowie Ansprechpartnerin für die Landwirte und Naturschutzverbände sein, um die erfolgreiche Arbeit von Alfred Schlosser fortzusetzen«, kündigt Unger an.

Schlosser, der im Kreise seiner Kolleginnen und Kollegen vom Bürgermeister und vom Personalrat verabschiedet und mit diversen Geschenken bedacht wurde, verlässt die Stadt Florstadt nach fast 33 Jahren mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Einerseits freue er sich auf den Ruhestand, den er mit seiner Familie und seinen Hobbys ausfüllen wolle, sagte er. Andererseits habe es ihm mehr als drei Dekaden lang große Freude gemacht, als einer der ersten Umweltberater im Wetteraukreis maßgeblich an der ökologischen und nachhaltigen Entwicklung der Stadt Florstadt beteiligt gewesen zu sein. Er habe viele Projekte realisiert, die noch Jahrzehnte nach seiner aktiven Zeit nachwirken werden.

Neben der Renaturierung der Nidda, der Anlage von großen Streuobstbeständen als sogenannte »Hochzeitswiesen«, unzähligen Grabentaschen und Vernässungsmaßnahmen zählten dazu auch das Müllwiegesystem für mehr Gebührengerechtigkeit, die Umrüstung der Straßenbeleuchtung und großer städtischer Liegenschaften wie Sporthalle und Bürgerhäuser auf energiesparende LED-Beleuchtung sowie die Anlage eines Auenwaldes und die enge Zusammenarbeit mit den Landwirten und Naturschutzverbänden.

Genau dort soll Frauke Köppel ansetzen, die »Ära Schlosser« fortschreiben sowie neue Schwerpunkte setzen. Unger und Bauamtsleiter Joachim Heuser freuen sich darüber, dass man mit Köppel eine würdige Nachfolgerin für den Umweltberater gefunden hat.

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