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Vorsicht vor verdächtigen Fleischresten

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Von: red Redaktion

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Schotten (red). Sowohl am Freitag vergangener Woche an einem Spazierweg in Richtung Michelbach (vom Neubaugebiet kommend) als auch wiederholt am Dienstag in der Ludwigstraße in Schotten ist jeweils ein auffälliger Klumpen rohen Hackfleischs gefunden worden, berichten die Hegegemeinschaft Schotten und der Tier- und Naturschutz Unterer Vogelsberg in einer Pressemitteilung.

Der etwa zwei Hände große Klumpen sei sicherheitshalber der Polizei übergeben worden. »Zwar wurden in Ersterem keine Gegenstände entdeckt, doch ist nicht auszuschließen, dass das Fleisch vergiftet gewesen sein könnte. Der zweite Fund ist noch in Untersuchung. Wir möchten keine unnötige Angst verbreiten, dennoch ist in einem solchen Fall Vorsicht geboten«, warnen die beiden Organisationen in einer Pressemitteilung.

Weiter heißt es: »Passen Sie deshalb bitte gut auf, wenn Ihr Hund auf dem Spaziergang irgend etwas besonders Interessantes« findet.« Wer »auf diese Weise entsorgtes Fleisch« findet, sollte es in einem Kotbeutel mitnehmen und keinesfalls einfach liegen lassen. »Achten Sie auch hinsichtlich möglicher Vergiftungserscheinungen auf Ihren Hund oder Ihre Freigänger-Katze und melden Sie etwaige Vorkommnisse umgehend, sobald Ihr Haustier tierärztlich versorgt ist.«

Es sei auch denkbar, dass es sich bei dem Fund lediglich um weggeworfenes Fleisch handele - möglicherweise mit dem Hintergedanken, fleischfressenden Wildtieren »noch etwas Gutes tun« zu wollen. Hierzu heißt es in der Pressemitteilung: »Bitte tun Sie so etwas niemals! Ist Fleisch für den Menschen nicht mehr genießbar, ist es das auch für viele Tiere nicht mehr. Zudem ist industriell verarbeitetes Fleisch oft mit Stoffen versetzt, die Wildtieren schaden können.«

Besonders kritisch sei das Entsorgen von Schweinefleisch. Was für den Menschen unbedenklich sei, könne für Wild tödlich sein: so beispielsweise der Erreger der Afrikanischen Schweinepest (ASP), »der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht von Tieren bis nach Deutschland gebracht worden ist, sondern über die achtlose Entsorgung infizierten Fleisches in der Natur«. ASP sei für Wild- und Hausschweine unheilbar. Die Folge für einen Betrieb sei die zwangsläufige Tötung aller Tiere, während Wildschweine nach schwerem Leid unweigerlich sterben würden. Abgelaufenes Fleisch solle deshalb unbedingt im Hausmüll entsorgt werden.

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