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Vorstoß für Mobilität: Antrag über 20 Millionen

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Von: Myriam Lenz

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Gesprächsrunde zur Landesgartenschau: Geschäftsführer Florian Herrmann, Niddas Bürgermeister Thorsten Eberhard, Rolf Hartmann und Henrike Strauch, Vorsitzende des Vereins Oberhessen, sowie Moderator Martin Guth (v. l.). © Myriam Lenz

Dass Oberhessen Landesgartenschau-Region ist, hat sich beim Land Hessen herumgesprochen. Die Signale sind vielversprechend, berichtet der neue Geschäftsführer Florian Herrmann in Nidda.

Alle teilnehmenden elf Kommunen sind an diesem Mittag in der Hessenscheune vertreten, um den Neuigkeiten zur Landesgartenschau 2027 zu lauschen. Auch die Vertreter des Freundeskreises sind vor Ort. Der Herbstmarkt in Nidda hat ein neues Konzept erhalten, die Hessenscheune ist ein Farbtupfer. Das Kulturmanagement um Martin Guth hat mit Biergarten, Live-Musik und dazwischen Infotainment eine lockere Atmosphäre gewählt. Die Schau geht in eine wichtige Phase. Denn nun wird über die Kosten gesprochen.

Nidda hat bereits früh seine Projekte, darunter auch solche, die schon lange in der Pipeline stehen und nun eine äußerst gute Chance zur Umsetzung haben, festgezurrt. Bad Salzhausen wird ein Schwerpunkt werden.

Der Status quo der Vorbereitungen

Florian Herrmann und Henrike Strauch informieren über den Status quo der Vorbereitungen. Florian Herrmann, ehemals Projektleiter und neuerdings Geschäftsführer der GmbH, und Henrike Strauch, die Vorsitzende des Vereins Oberhessen, lassen die vergangenen eineinhalb Jahre kurz Revue passieren und verdeutlichen nochmals die Intention: abseits von Blumen und Arrangements die Landesgartenschau zum Spiegel einer tollen Region werden zu lassen - dies moderner als andere Schauen, dabei zugleich den ursprünglichen Charakter in Wert setzend. So ein bisschen, als kehre man aus einem mehrwöchigen Urlaub zurück, freue sich über das, was man zu Hause eigentlich vorfindet. Die Oberhessen wohnen schon dort, wo andere Urlaub machen. Das Zuhause, die Region, könnte durch wichtige Investitionen und Vorhaben modernisiert werden.

Der Aufbau der Grundstruktur über die Grenzen der Kommunen hinweg sei zeitaufwendig, aber notwendig gewesen, informiert Herrmann. Vieles, was man in der Fläche noch gar nicht sehe, sei passiert. »Es gibt keine Blaupause für das, was wir vorhaben«, verdeutlicht der Geschäftsführer. Gespräche mit zahlreichen Partnern und Verbänden seien geführt worden. Das Büro in Bad Salzhausen steht, etliche Bewerbungen sind für die gärtnerische Leitung eingegangen, das Logo für die Landesgartenschau ist abgesegnet. »Wir werden in den Orten ganz viele kleine und große Dinge anstoßen«, erklärt Henrike Strauch. Das habe viel Zeit gekostet. »Wir wollen eine Landesgartenschau, die vor allem nachhaltige Projekte für die Bürger bietet.« Und natürlich die Aufmerksamkeit der Gäste auf sich zieht. Der Verein Oberhessen rechnet mit etwa 50 000 Besuchen. Der Oberhessen-Steig, ein geplanter Wanderweg, sei ein Beispiel für ein besonderes und verbindendes Projekt für alle elf Kommunen.

Mobilität, Klima sind große Themen

»Ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir alle zusammenhalten«, betont Niddas Bürgermeister Thorsten Eberhard. Die Mobilität ist für ihn die große Herausforderung der Landesgartenschau. Wie kommen die Bürger und Gäste von A nach B? Wie sind die Anschlüsse von Bahnhöfen oder besonderen Ausflugszielen. Der klassische Fahrplan, betont Florian Herrmann, ist nicht mehr zeitgemäß. Die Akteure stehen im Austausch mit übergeordneten Institutionen, den Verkehrsdienstleistern, dem Landkreis. Die haben, so Herrmann, alle ein großes Interesse daran, dass der Plan aufgeht. Bereits seit einem Jahr merke man mehr Sichtbarkeit beim Land oder Bund, erhalte positive Signale. Ende dieser Woche wird ein Förderantrag beim Bund eingereicht. Es geht um 20 Millionen Euro für eine Mobilitätsanalyse sowie die Einrichtung von Mobilitätsstationen, Angebote für Car- und Bikesharing und On-Demand bis hin zum autonomen Fahren. »Wir wollen gemeinsam die großen Themen angehen, die über die Landesgartenschau hinausgehen«, kündigt Herrmann an. In diese Kategorie fallen auch die Themen Klimaschutz, Gewässerstrukturen und anderes.

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Ortsvorsteher Klaus-Dieter Kammer nimmt den Leader-Förderbescheid entgegen. © Myriam Lenz

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