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Was Steine erzählen

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Von: red Redaktion

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Unterwegs mit der Vogel- und Naturschutzgruppe. © pv

Usenborn (red). Die Sommerwanderung der Natur- und Vogelschutzgruppe Usenborn führte entlang des Brunnenbaches in das untere Brunnenbachtal. Wanderführer Alfred Franz wies auf natürliche und durch Menschenhand geschaffene Oberflächenformen hin und erläuterte deren Bedeutung. Angesichts der Wasserknappheit machte er auch auf drei Quellen aufmerksam, deren Ergiebigkeit seit mehreren Jahrzehnten rückläufig sei und von denen manche in Trockenperioden kein Wasser mehr fördern würden.

Besondere Aufmerksamkeit wurde dem Junkertsborn gewidmet, in Usenborn auch Brodwiesenborn genannt, der als einzige gefasste Quelle seit Jahrhunderten Menschen mit Trinkwasser versorgt hat, insbesondere die Bewohner des bereits im 16. Jahrhundert ausgegangenen Dorfes Steinbach.

Der Weg führte vorbei am Schießeburgskopf und entlang einer historischen Hutweidegrenze zur ehemaligen Kaolingrube und zur Mündung des Brunnenbaches in die Bleiche. Mit Erstaunen stellten die Wanderer fest, dass der kleine Brunnenbach derzeit zwar wenig, aber dennoch mehr Wasser führt als die Bleiche, die ein größeres Waldgebiet mit mehreren Quellmulden durchflossen hat. Ein dramatisches Zeichen, dass die fehlenden Niederschläge und die viel zu hohe Grundwasserentnahme im Vogelsberg selbst größere Bäche nahezu austrocknen lasse, so Franz.

Bald war das Hauptziel erreicht, die Schauwand im Bergheimer Steinbruch, welche die Gruppe mit Erlaubnis des Steinbruchbetreibers besuchen durfte. Dort erläuterte Franz anhand der Gesteinsformationen die vulkanische Entstehungsgeschichte dieses Raumes.

Durch Bergheim führte der Weg auf die Westseite des Brunnenbachtales zu historischen Grenzen, die vor Jahrhunderten einstige Grafschaften trennten. Mit viel Wissen über die Geschichte des südwestlichen Vogelsberges, erzählt durch Landschaftsformen, Gesteine und Wasser, erreichte die Gruppe nachmittags wieder den alten Dorfbrunnen. Weitere Informationen zur Natur- und Vogelschutzgruppe Usenborn unter www.nvg-usenborn.de.

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