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Wassermangel: Offener Brief an Priska Hinz

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Von: red Redaktion

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Wetteraukreis/Vogelsbergkreis (red). Wegen der anhaltenden Trockenheit und des damit einhergehenden Wassermangels hat die Schutzgemeinschaft Vogelsberg (SGV) mit der AG »Rettet den Burgwald«, dem Hessischen Landesverband der Naturfreunde und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald die hessische Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) in einem offenen Brief aufgefordert, den landesweiten Wassernotstand auszurufen.

Das berichtet die SGV in einer Pressemitteilung. Vorbild dafür könne der Wassernotstand 1991/1992 sein.

Den in Hessen für die Wasserwirtschaft Verantwortlichen blieben aktuell nur wenige Möglichkeiten, der Grundwasserverarmung entgegenzusteuern: »Die wichtigste ist das Reduzieren der Grundwasserentnahmen, was ein Reduzieren des Verbrauchs voraussetzen würde. Dies anzuordnen, ist Sache der Kommunen.« Doch außer unverbindlichen Appellen, Wasser zu sparen, passiere vor allem in großen Verbrauchszentren wie Frankfurt nicht viel. »Im Gegenteil wird dort zur verstärkten Grünflächen-Bewässerung aufgerufen. Selbst die Ovag-Wasserampel steht immer noch auf ›Gelb‹, was der aktuellen kritischen Entwicklung nicht im Geringsten gerecht wird.«

Daher sei es die Pflicht der Obersten Wasserbehörde, juristisch verbindliche Maßnahmen anzuordnen und Verstöße zu ahnden. Da das als Eingriff in kommunale Selbstverwaltung gelten könnte, müsse die Landesregierung einen landesweiten Wassernotstand ausrufen. »Wir fordern Sie daher dazu auf, unabhängig vom jeweiligen lokalen Niederschlagsgeschehen für Hessen auf unbestimmte Zeit einen allgemeinen landesweiten Wassernotstand in Kraft zu setzen«, heißt es in dem offenen Brief weiter.

Die im hessischen Leitbild für eine nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung gelisteten Maßnahmen hätten bislang so gut wie nichts dazu beigetragen, die Grundwasserbeanspruchung zu reduzieren. Gleiches gelte für andere Strategiepapiere und Planungen des Umweltministeriums. Daher fordern die Unterzeichner des Briefes: »Handeln Sie, bevor die Wassersituation in Hessen noch prekärer wird.«

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