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Wechsel an der Redaktionsspitze

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Holger Sauer © pv

Region (KA). Keine Frage: Holger Sauer war ein Glücksfall. Für das Büdinger Land, fürs Niddatal, für den Vogelsberg. Vor allem aber für die Menschen, die zwischen Hoherodskopf und der Grenze zum Main-Kinzig-Kreis ihre Heimat haben. Als Redaktionsleiter hat er die Vorzüge der oberhessischen Lebensart zu schätzen gelernt, Land und Leuten die Hand gereicht, was ihm viel Vertrauen und Symphatie einbrachte.

Nach sieben Jahren sucht nun der Gießener Bub, der mit seiner Familie in Laubach lebt, eine neue Herausforderung. Holger Sauer (54) hat an diesem Freitag seinen ersten Arbeitstag in der Stadtredaktion der WNZ (Wetzlarer Neue Zeitung).

Lösungsorientiert

»Für mich waren das die schönsten Berufsjahre«, sagte Sauer an seinem letzten Arbeitstag beim KA. Die Redaktion lebte mit ihm auf, kreatives Arbeiten erfuhr einen Schub. Holger Sauer hat selten die Probleme betont, eher die Lösungen in den Fokus gerrückt. Aufgebrachte Leserinnen und Leser, denen eine Geschichte missfiel, waren nach einem Telefonat mit dem Chef meistens wieder beruhigt. Nicht, weil sie vertröstet wurden, sondern weil Sauer ihnen zuhörte, sie ernst nahm und ihnen mit Ehrlichkeit begegnete. Und am Ende mag auch sein markantes Lachen zur Aufklärung beigetragen haben.

Gerne griff er als Redaktionsleiter Themen auf, die sich mit der Regionalentwicklung beschäftigen, mit dem Tourismus, dem ländlichem Raum. Und natürlich mit der Landesgartenschau, die er in seiner Zeit an der Spitze der Stadtredaktion beim Gießener Anzeiger schon entlang der Lahn erlebt hat.

Von 2008 bis 2015 war er dort Ressortleiter, ehe es ihn in die Wetterau zog. »Ein besonderer Menschenschlag. Offen, ehrlich, gerade heraus. Das habe ich zuvor so nicht erlebt«, schwärmt Sauer.

Jetzt kehrt er zurück zu seinem Wurzeln. Für die WNZ schrieb Holger Sauer im Juli 1989 einst seinen ersten Artikel. Die Kollegen dort dürfen sich auf einen Zeitungsmann freuen, der die alte Schule verkörpert, jederzeit aber moderne Sichtweisen in seine Arbeit einfließen lässt. Davon abgesehen ist Holger Sauer ein ganz feiner Mensch.

Sein Nachfolger ist Björn Leo. Der 46-Jährige ist Büdinger, hat dort seinen Lebensmittelpunkt und arbeitet seit knapp 25 Jahren beim KA. Als Redakteur begleitet er vor allem die Entwicklung der ehemaligen Kreisstadt im politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Bereich. Der Beruf ist für ihn Leidenschaft und Verpflichtung zugleich. »Dass wir mit unserer Arbeit die Möglichkeit haben, den Menschen ein Stück Heimat auf den Esstisch zu bringen, erfüllt mich mit großer Freude«, sagt er. »Wir wollen als Redaktion künftig noch näher an den Leuten sein, ihr Leben, ihre Sorgen und Festtage so sachlich wie nötig und so emotional wie möglich darstellen.«

Viel Erfahrung

Diese r Aufgabe stellt sich ab sofort auch Rüdiger Geis (60), der jetzt zur KA-Redaktion gehört und nun als Ansprechpartner für Schotten und den Vogelsbergkreis fungiert. Der passionierte Krimiautor und Filmemacher bringt eine Menge Erfahrung als Redakteur mit, Er hat unter anderem über 20 Jahre in der Kreis- und Politikredaktion der Gießener Allgemeinen Zeitung gearbeitet, gehörte zuletzt zum Team der Wetterauer Zeitung. Mit seiner Familie lebt Rüdiger Geis in seiner Heimat Sinn im Lahn-Dill-Kreis. FOTOS: KA

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Björn Leo © Björn Leo
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Rüdiger Geis © pv

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