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Weiterer Verdächtiger in U-Haft

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Von: Christoph Agel

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Wetteraukreis (agl/red). Fast zwei Jahre nach einer versuchten Geldautomaten-Sprengung in Friedberg ist den Ermittlern ein weiterer Verdächtiger ins Netz gegangen. Bereits im vergangenen Jahr mussten sich drei Mitglieder einer Gruppe vor dem Landgericht Gießen verantworten und nach dem Urteil ins Gefängnis. In dem Verfahren ging es damals nicht nur um den Friedberger Fall, sondern auch um weitere versuchte und vollendete Automaten-Sprengungen in Hessen und Thüringen.

Bei dem nun Festgenommenen handelt es sich laut Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und Hessischem Landeskriminalamt (HLKA) um einen 41-jährigen Mann aus Eschborn.

Rückblende: In der Nacht zum 21. Mai 2019 explodierte gegen 3.10 Uhr in der Friedberger Bismarckstraße ein Geldautomat in der Commerzbank-Filiale. Die Täter erbeuteten kein Geld, die Feuerwehr musste aber einen bei der Tat entstandenen Brand löschen.

Zum aktuellen Ermittlungserfolg teilen Generalstaatsanwaltschaft und HLKA am Freitag gemeinsam mir, dass am Dienstag »ein deutscher Staatsangehöriger wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, des schweren Bandendiebstahls und der Sachbeschädigung« festgenommen worden sei.

Bei dem 41-jährigen Beschuldigten soll es sich um ein Mitglied einer Tätergruppe aus dem Rhein-Main-Gebiet handeln, die sich auf Sprengungen von Geldautomaten spezialisiert habe. Der Beschuldigte stehe im Verdacht, sich an zwei Geldautomaten-Sprengungen dieser Gruppe beteiligt zu haben, für die er hochexplosive Gas-Sprengsätze vorbereitet haben soll.

Diese seien, so der Vorwurf, in der Nacht zum 21. Mai 2019 bei der Sprengung des Geldautomaten in Friedberg und außerdem in der Nacht zum 24. Mai 2019 bei der Sprengung eines Geldautomaten in Schlüchtern zum Einsatz gekommen. »Anders als in Friedberg, gelang es den Tätern in Schlüchtern, über 230 000 Euro zu entwenden. Bei den Taten entstand ein Sachschaden in Höhe von insgesamt über 70 000 Euro«, informieren Generalstaatsanwaltschaft und HLKA. Wegen der Sprengungen in Friedberg und Schlüchtern sowie weiterer Taten verurteilte das Landgericht Gießen im April und Juni 2021 drei Angehörige der Tätergruppe zu Freiheitsstrafen in Höhe von einem Jahr bis zu sechs Jahren.

Am Dienstagmorgen nahmen Ermittler des HLKA den vierten mutmaßlichen Täter in dessen Wohnung in Eschborn fest. Danach wurde er dem Haftrichter beim Amtsgericht Offenbach vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

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