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Weltbild auf bayerisch

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»Einer für alle, alle für einen« heißt das neue Programm von Martin Frank, der zu Nidda satirisch kommt. © KUSY

Bad Salzhausen (red). Mit einem absoluten Kabarett-Highlight wird am 26. März die aktuelle Saison von »nidda satirisch« fortgesetzt. Der bayerische Kabarett-Star der deutschen Comedyszene, Martin Frank, ist zu Gast in Bad Salzhausen und präsentiert sein aktuelles Programm.

Er ist charmant und dabei rotzfrech

Wer auch nur ab und zu das Bayerische Fernsehen einschaltet, kennt ihn: jung, ebenso rotzfrech wie charmant, und einfach witzig. Die Veranstaltung findet nicht wie zu Beginn der Saison geplant im Bad Salzhäuser Kursaal, sondern im oberhalb des Kursaals gelegenen Parksaal statt.

»Einer für alle - alle für einen« fasst das momentane Weltbild ganz gut zusammen. Denn wie sonst nennt man eine Welt, in der ein Mädchen gegen den Klimawandel kämpft und dafür von erwachsenen Menschen angefeindet wird? Wie sonst nennt man eine Welt, in der sich jeder wegen der kleinsten Kleinigkeit diskriminiert fühlt? Sei es ein Mann aufgrund von Frauenparkplätzen oder ein Mädchen, das nicht im Knabenchor singen darf.

Aber verständlich, Martin wollte früher auch immer Mitglied im Frauenbund werden, dann hat ihm seine Mutter die Krampfadern gezeigt und gesagt: »Ohne die geht es nicht!«. Dann war die Sache für ihn erledigt.

In seinem dritten Soloprogramm albert Martin Frank über die Baumkronen seines Bayernwaldes und sinniert gewohnt frech, hintersinnig und bitterböse über dieses teils absurde Leben auf dieser Erde. »Die fahren wir sowieso bald mit voller Geschwindigkeit gegen die Wand, wenn wir uns nicht endlich wieder den wirklich wichtigen Themen widmen und dabei eines nicht vergessen: die Liebe! Dabei braucht man weder Kitsch noch schmachtendes Sehnsüchteln oder gar Esofirlefanz zu fürchten«, schreiben die Veranstalter. Schließlich stammt Martin Frank aus dem emotional eher zurückhaltenden Niederbayern. Da bleibt auch die Liebe bodenständig. Selbst wenn noch mehr Arien von der Bühne geschmettert werden - er kann halt nicht anders. Aber das wusste die Oma schon: »Ohne Liab, is na koana oid woan!«

Frank zwischen Kunst und Kuhstall

Martin Franks Leben prägte schon früh das Spannungsfeld zwischen Kunst und Kuhstall, das fließend überging in das Pendeln zwischen Land und Großstadt. Geboren 1992, aufgewachsen auf dem elterlichen Bauernhof in Hutthurm, Landkreis Passau, füllten bereits im Kindesalter Klavierunterricht, verschiedenste Chöre und das Volks- und Stadttheater sein Leben ebenso aus wie das frühmorgendliche Melken. Nach einem kurzen Umweg als Standesbeamter und seiner Ausbildung zum Organisten setzte er mit 20 Jahren alles auf eine Karte, kündigte seinen Job, holte sein Abitur nach und sprach an der Schauspielschule Zerboni in München vor. Trotz seines massiven Sprachfehlers (bairischer Dialekt) wurde er aufgenommen und schon bald zog es ihn auf Münchner und andere Bühnen. Noch während der Ausbildung präsentierte er 2015 sein erstes Kabarett-Soloprogramm, das sogleich mehrfach ausgezeichnet wurde. Es folgten weitere Programme, noch mehr Auszeichnungen sowie TV-Rollen, unter anderem in »Die Rosenheim-Cops« und »Hubert ohne Staller«.

Martin Frank zückt alle Register

Mal leise, mal laut, mal hintergründig, mal deftig - Martin Frank beherrscht alle Satire-Register und wurde damit zum neuen Humor-Darling des Bayerischen Rundfunks und willkommener Gast auf allen Kabarett- und Comedybühnen im deutschsprachigen Raum.

Karten für diese Veranstaltung bekommt man analog beim Bürgerservice der Stadt Nidda, in der Kur- und Touristik-Info in Bad Salzhausen oder aber digital über die Homepage der Stadt Nidda (www.nidda.de/kultur). Weitere Infos gibt es unter der Rufnummer 0 60 43/96 33 17. Der Abend findet unter den tagesaktuellen Corona-Vorgaben statt, entsprechende Nachweise sind gegebenenfalls mitzubringen und bereitzuhalten.

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