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Weniger Heizen im Kreishaus

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Von: red Redaktion

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Auf dem Dach des Kreishauses ist bereits eine PV-Anlage installiert. In der Kreisverwaltung soll gleichwohl noch mehr Energie gespart werden. © pv

Wetteraukreis (red). »Die Energie, die schon jetzt eingespart wird, kann verhindern, dass es im Herbst und Winter zu Engpässen in der Versorgung kommt.« Laut Landrat Jan Weckler (CDU) hat die Kreisverwaltung kurzfristig Maßnahmen ergriffen, um ihren Energieverbrauch weiter zu senken. Angesichts einer sich zuspitzenden Energiekrise und drohender Lieferengpässe seien alle Bürger dazu aufgerufen, Energie einzusparen.

Wegen der aktuellen Situation wolle der Wetteraukreis mit kurzfristigen Maßnahmen Energie sparen. Dabei stehen laut einer Pressemitteilung vor allem die Heizungen im Fokus. »In den meisten Gebäuden des Wetteraukreises ist die Heizung von Mai bis Anfang Oktober grundsätzlich auf Sommerbetrieb eingestellt und kann nur bei sehr niedrigen Temperaturen anspringen. Die Heizungsautomatik wurde nun ganz abgestellt«, berichtet Weckler.

Auch sogenannte Behörden-Thermostate sollen zum Einsatz kommen: Sie ermöglichten eine Temperaturvoreinstellung der Heizungen, sodass sie nicht komplett aufgeheizt werden könnten. Weckler: »Das ist vor allem bei Heizungen in Liegenschaften sinnvoll, die nicht zentral gesteuert werden können.«

Auch Schulen sollen

Beitrag leisten

Darüber hinaus werde geprüft, ob für den Herbst und Winter eine Absenkung der Raumtemperatur im Einklang mit der Arbeitsschutzverordnung und der Arbeitsstättenverordnung infrage komme. Wasserboiler in den Teeküchen seien abgestellt worden. Nach den Sommerferien sei zudem geplant, die Schulen zu informieren und auch dort Maßnahmen zum Energiesparen umzusetzen. »In der aktuellen Situation geht es insbesondere darum, kurzfristig Einsparpotenziale zu identifizieren. Die Kreisverwaltung möchte hier mit gutem Beispiel vorangehen«, sagt Weckler. Benötigte Energie sollte möglichst klimafreundlich erzeugt und in effizienten Anlagen verbraucht werden.

Langfristig stünden für den Wetteraukreis sechs Handlungsfelder im Vordergrund: bauliche Sanierungsmaßnahmen wie das Nachdämmen von Gebäuden und der Austausch von Fenstern, anlagentechnische Bau- und Sanierungsmaßnahmen insbesondere bei Heizung und Lüftung, die Umrüstung von Lampen und Leuchten auf LED, klimafreundliche Mobilität, Heizungsregulierung und hydraulischer Abgleich sowie energiesparendes Verhalten.

»Die ersten vier Handlungsfelder werden explizit im Klimaschutzkonzept für die kreiseigenen Liegenschaften aus dem Jahr 2020 betrachtet. Im Ergebnis wurden 101 Maßnahmen in 26 Liegenschaften herausgearbeitet, die bis Ende 2026 umgesetzt werden sollen«, erläutert Weckler. Darüber hinaus würden Teilkonzepte für Beleuchtung, Heizung und den Einsatz von Elektrofahrzeugen im kreiseigenen Fuhrpark erarbeitet.

Weckler: »Jeder von uns kann darauf achten, Energie zu sparen. Das schont den Geldbeutel, dient dem Klima und hilft uns allen, besser durch den Winter zu kommen.« Auch die Mitarbeiter des Kreises seien ausführlich informiert worden, unter anderem über eine Liste mit Tipps rund um das Thema Nachhaltigkeit und Energieverbrauch am Arbeitsplatz. Derzeit wird die Klimaschutz-Seite des Kreises unter wetteraukreis.de/klimaschutz ausgeweitet, um Tipps zum kurzfristigen Energiesparen zur Verfügung zu stellen.

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