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Wenn die Polizei Betrugsopfer vom Betrug überzeugen muss

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Von: red Redaktion

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Ein Fall aus der Wetterau zeigt, wie schwer es für Angehörige und auch die Polizei sein kann, Betrugsopfer davon zu überzeugen, Opfer einer Straftat geworden zu sein. Ein Kriminalkommissar ließ in diesem Fall aber nicht locker, bis das Opfer den Betrug als solchen erkannte. Über die Online-Plattform »LinkedIn« war der Wetterauer Anfang des Jahres in Kontakt mit einer angeblich im Ausland lebenden Frau gekommen.

Man schrieb sich, kam gut miteinander aus, Vertrauen wurde geschaffen - jedenfalls glaubte das der Wetterauer. Die Polizei spricht von klassischen Merkmalen der Masche »Romance Scam«. Erst nach Wochen schlugen die Betrüger zu: Die Frau schrieb von einem angeblichen Notfall in der Familie und bat um Geld. Der Wetterauer überwies mehrere Tausend Euro ins Ausland. Selbst als Familienmitglieder das mitbekamen und die Polizei einschalteten, hielt der Mann weiter Kontakt zu den Kriminellen. Sogar nach mehreren Gesprächen mit dem Sachbearbeiter des zuständigen Kommissariats überwies er eine weitere vierstellige Summe. Der Kommissar telefonierte jede Woche mit dem Wetterauer, auch Freunde und Familienmitglieder redeten auf ihn ein - lange vergeblich. Erst ein 15-minütiger Monolog des Beamten überzeugte den Mann, den Kontakt abzubrechen. red

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