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Wenn Energiekosten belasten

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Büdingen (red). Menschen, die aufgrund der steigenden Energiekosten in finanzielle Schwierigkeiten geraten, können ab sofort bei den örtlichen Beratungsstellen des Caritasverbandes Gießen und des Sozialdienstes katholischer Frauen Gießen (SkF) Zuschüsse für Energiekosten aus einem Nothilfefonds beantragen.

Auf diese Weise gibt das Bistum Mainz zusätzliche Kirchensteuereinnahmen weiter, die ihm durch die gesetzliche Energiepreispauschale im Herbst vergangenen Jahres 2022 zufließen werden. Der größte Teil der zusätzlichen Steuereinnahmen in Höhe von voraussichtlich 1,8 Millionen Euro geht auf diese Weise als Direkthilfe an Menschen in Energienotlagen. Auch die Sozialberatung, Projekte der Wohnungsnotfallhilfe und soziale Projekte zum Thema Energiesparen werden unterstützt. So werden sowohl beim Caritasverband Gießen als auch beim Sozialdienst katholischer Frauen zusätzliche Arbeitsstunden in einigen Beratungsstellen finanziert.

Rentner und Familien im Fokus

»Ich bin sehr froh über dieses Zeichen der Solidarität, dass unsere Finanzgremien zugestimmt haben, diese zusätzlichen Kirchensteuermittel nicht allgemein zu vereinnahmen, sondern damit Menschen in Notlagen zu unterstützen«, sagte Dr. Udo Markus Bentz, Weihbischof und Generalvikar im Bistum Mainz.

Einen Antrag auf Einzelfallsoforthilfe können Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen stellen, die durch die steigenden Energiepreise überbelastet werden. Im Fokus stehen Rentnerinnen und Rentner, kinderreiche Familien, Alleinerziehende oder Teilzeitbeschäftigte. Auch Bezieher von zum Beispiel Bürgergeld, Wohngeld, Kinderzuschlag oder BAföG können durch die Energiebeihilfen unterstützt werden. Die Notlage muss in direktem Zusammenhang mit der Energie-Krise stehen und die Kosten dürfen nicht anderweitig geltend gemacht werden können. Daneben werden weitere Anspruchsberechtigungen auf gesetzliche Leistungen individuell geprüft. In der Beratungsstelle der Caritas in Büdingen wird bei der Antragstellung unterstützt.

Nachweise sind erforderlich

Diese ist unkompliziert und erfolgt über ein Formular in Verbindung mit Nachweisen - etwa der Jahresabschlussrechnung des Energieversorgers und zur Einkommenssituation des Haushalts.

»Menschen, die bisher selbst über die Runden gekommen sind, erfahren Unterstützung in akuter finanzieller Belastung«, so Bentz. Diözesancaritasdirektorin Nicola Adick betonte, dass das Geld »dort ankommen soll, wo die Not am größten ist. Wir setzen auf die bewährten Strukturen der Caritas und auf ein möglichst niedrigschwelliges Antragsverfahren«.

Anträge im Rahmen des Energienothilfefonds können unter anderem bei folgenden Beratungsstellen gestellt werden: im Caritas Beratungszentrum Wetterau in Büdingen, Bahnhofstraße 29, Telefon: 0 60 42/34 06, E-Mail cbz-wetter au.buedingen@caritas-giessen.de sowie im Caritas Beratungszentrum Wetterau in Friedberg, Kleine Klostergasse 16, Telefon 0 60 31/58 34, E-Mail cbz-wetter au.friedberg@caritas- giessen.de.

In den Beratungsstellen ist eine vorherige telefonische Terminvereinbarung für ein Beratungsgespräch erforderlich.

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