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Wenn Lkw in der Waldsiedlung für Probleme sorgen

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Von: Jürgen W. Niehoff

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Ortsvorsteherin Beate Kreusch zeigt vor Ort die nach Meinung des Ortsbeirats falsch angebrachten Verkehrsschilder. © Jürgen W. Niehoff

Immer noch durchqueren Lkw die Ortsmitte der Waldsiedlung auf dem Weg ins Gewerbegebiet. Eigentlich hätte das schon abgestellt sein sollen, kritisiert der Ortsbeirat die Arbeit der Verwaltung.

Altenstadt (jwn). Warum ändert sich nicht endlich etwas an der Verkehrssituation in der Waldsiedlung? Diese Frage konnte auch bei der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Waldsiedlung von keinem beantwortet werden. Ergebnisse könnte ein Treffen von Bürgermeister Norbert Syguda mit Vertretern von Hesen Mobil liefern.

Immer durchqueren Lkw die Ortsmitte, um das Gewerbegebiet zu erreichen. Und das, obwohl es eine eigene Abfahrt auf der Landesstraße 3189 zum Gewerbegebiet in der Waldsiedlung gibt. »Der Ortsbeirat hat die unerträgliche Situation bereits im September vergangenen Jahres dem Gemeindevorstand vorgetragen und um Abhilfe gebeten«, erinnert Ortsvorsteherin Beate Kreusch (CDU) in der jüngsten Ortsbeiratssitzung. Dafür müssten doch nur ein paar Verkehrsschilder umgesetzt oder neu angebracht werden. Auf jeden Fall müsse das Einfahren der Laster verhindert werden. So lautete die Forderung des Ortsbeirates damals und auch heute noch. Stattdessen fahren diese weiter auf den schmalen Straßen des Ortes, wie der Herrnstraße oder der Bornfloßstraße, in Richtung Gewerbegebiet. Inzwischen parkten Lkw-Fahrer schon auf der Herrnstraße, um ihre vorgeschriebenen Ruhezeiten einhalten zu können, wie Ortsbeiratsmitglied Jürgen Marquardt (SPD) berichtet. Wegen der Enge der Straßen wichen die Lkw zudem immer wieder auf die Gehwege aus, um am Gegenverkehr vorbeizukommen. Damit gefährdeten sie auch Schulkinder, denn deren Schulweg führte auch über diese Straßen.

Kritik an Arbeit der Verwaltung

Nach Ansicht des Ortsbeirats sind die Tatenlosigkeit der Gemeindeverwaltung und auch die fehlenden Kontrollen nicht mehr akzeptabel. Die Schuld für die lange Verzögerung bei der Umsetzung der Verkehrsschilder habe der Gemeindevorstand lange Zeit mit der Begründung fehlender Zuständigkeit von sich gewiesen. Zwar sei die Gemeinde als zuständige Ordnungsbehörde anordnungsbefugt, doch hätte Hessen Mobil dafür zuvor miteingebunden werden müssen. Die Behörde gehe aber bei Eingriffen in die Rechte des Bürgers - und das sind Eingriffe in den Straßenverkehr - sehr sorgsam um, weshalb man bei Hessen Mobil sehr zögerlich mit einer Entscheidung gewesen sei. Mittlerweile aber sollen sich Behörde und Gemeindeverwaltung in dieser Angelegenheit nähergekommen sein, berichtet Kreusch. So sei demnächst sogar ein Ortstermin mit Bürgermeister Norbert Syguda und Vertretern von Hessen Mobil geplant. Bei diesem Treffen soll es nicht nur um das Begehren der Bürger der Waldsiedlung zur neuen Beschilderung gehen, sondern man will auch über die neue Beschilderung für die Zeit des Baus des geplanten Verkehrskreisels am Oberauer Kreuz und die endgültige Beschilderung im Anschluss an die Fertigstellung aller Straßenbaumaßnahmen in diesem Bereich reden.

Dass sich die Angelegenheit nicht einfach nebenbei regeln lässt, zeigt auch die Reaktion der Nachbargemeinde Limeshain. So brachte deren Bürgermeister Adolf Ludwig (SPD) Einwände gegen die Beschilderung vor. Nach Auskunft Kreuschs gehe es vor allem um das Schild Ortseingang Waldsiedlung (aus Richtung Rommelhausen), da es den Verkehrsfluss zu stark beeinflusse. »Diese Kritik ist für den Ortsbeirat jedoch nicht nachvollziehbar«, so die Ortsvorsteherin. Vielmehr müsse zur besseren Orientierung eine frühzeitige und eindeutige Beschilderung sogar bereits in Rommelhausen (kurz vor der Bornfloßstraße) eingerichtet werden. So könnten Verkehrsteilnehmer rechtzeitig den richtigen Weg wählen und würden nicht plötzlich vom Richtungswechsel überrascht. Der Ortsbeirat wird wohl das Treffen von Bürgermeister und Hessen Mobil noch abwarten müssen, bis sich an der Beschilderung tatsächlich etwas ändert.

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