Der Conti-Aufsichtsrat bestätigt nun das Aus für das Werk in Karben.
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Der Conti-Aufsichtsrat bestätigt nun das Aus für das Werk in Karben.

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Conti-Aufsichtsrat bestätigt Aus für Werk in Karben - Tausende Arbeitsplätze betroffen

Anfang September die Schock-Nachricht: Das Continetal-Werk in Karben (Wetteraukreis) schließt bis Ende 2024. Nun hat der Aufsichtsrat das Aus für mehrere Werke bestätigt.

Der Aufsichtsrat des Autozulieferers Continental hat die umfassenden Schließungspläne des Konzerns bestätigt. Das teilte die Deutsche Presseagentur mit. Das Reifenwerk in Aachen wird Ende 2021 aufgegeben, der Standort für Automobilelektronik in Karben (Wetteraukreis) bis Ende 2024, wie das Unternehmen am Mittwoch in Hannover mitteilte. Außerdem soll der Standort Regensburg umgebaut werden. Insgesamt sind an den drei Standorten rund 4800 Arbeitsplätze betroffen. Neben dem Wegfall von Stellen zählen auch Umschulungen von Mitarbeitern und Verlagerungen von Jobs dazu.

Arbeitnehmervertreter kritisierten den Beschluss umgehend. Der Vorsitzende der Gewerkschaft IG BCE, Michael Vassiliadis, sprach von einem «Kahlschlag-Konzept» des Unternehmens. «Continental hat die gesamte Mannschaft vor den Kopf gestoßen, die eigene Unternehmenskultur beschädigt und die betriebliche Mitbestimmung mit Füßen getreten», sagte er. Schon im Vorfeld hatte sich auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) irritiert gezeigt über das Ausmaß der Sparmaßnahmen.

Aus für Karbener Conti-Werk: Verschärfter Sparkurs beim zweitgrößten Autozulieferer der Welt

Die Werksschließungen sind Teil eines verschärften Sparkurses beim zweitgrößten Autozulieferer der Welt. Unter dem Druck des Strukturwandels in der Autoindustrie und der Corona-Absatzkrise will Conti insgesamt weltweit 30 000 Stellen «verändern», davon 13 000 in Deutschland. Ziel des Konzerns ist es, von 2023 an jährlich mehr als eine Milliarde Euro einzusparen.

Vor dem Karbener Conti-Werk hat es bereits Demonstrationen von wütenden Beschäftigten* gegeben. Die ersten müssen bereits im kommenden Jahr gehen*. Die Nachricht über die Schließung des Werks im Wetteraukreis Anfang September hat große Kritik* ausgelöst. Als die Nachricht publik wurde, zeigten sich mehrere Hundert Mitarbeiter auf dem Werkgelände bei einer Betriebsversammlung der IG Metall empört*. (*wetterauer-zeitung.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks)

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