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Schon bei der ersten Sichtkontrolle war klar: Die Tiere hatten nicht genügend Bewegungsfreiheit.

Veterinäramt eingeschaltet

Tiertransport auf A5 bei Butzbach gestoppt - Schmerzen bei jedem Ruckler

Auf der A5 bei Butzbach wurde ein Tiertransport gestoppt. Nun wurde auch das Veterinäramt eingeschaltet. 

Butzbach - Auf der A5 wurde am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr ein Tiertransporter mit 31 Rindern angehalten. Das dies auch gut so war, stellte sich bei der anschließenden Kontrolle heraus.

Eine Streife der Autobahnpolizei sei der doppelstöckige Transporter auf der A5 in Richtung Frankfurt aufgefallen. Er wurde zur Kontrolle auf das Gelände des Polizeizentrums in Butzbach gelotst. Laut Pressemitteilung wollte er von einen Hof in Mittelhessen zu einem Schlachthof in Rheinland-Pfalz fahren. Den Namen des mittelhessischen Hofes wollte die Polizei auf Nachfrage nicht nennen.

Die Tiere stießen mit jeder Bewegung an die Decke.

Schon bei einer ersten Sichtkontrolle hätten die Beamten festgestellt, dass mehrere Tiere nicht genug Bewegungsfreiheit hatten. Sie stießen demnach bei jeder Bewegung mit dem Körper gegen die Decke. Das kann nicht nur sehr schmerzhaft sein, sondern auch Verletzungen verursachen. Im Transporter standen zudem behornte und unbehornte Bullen in einem Abteil. Das ist unzulässig.

Tiertransport auf A5: Weiterfahrt bei Butzbach untersagt

Da das Anheben des Daches nicht möglich gewesen sei, da dann die zulässige Höhe des Sattelzuges von vier Metern überschritten worden wäre, habe die Polizei zunächst die Weiterfahrt des Tiertransportes untersagt. Nach einer Rücksprache mit dem zuständigen Veterinäramt habe der Hof, von dem die Tiere stammten, die Rinder neu verladen müssen.

Das Veterinäramt werde den festgestellten Verstößen nachgehen, heißt es in der Pressemitteilung. Dazu zähle auch die unzureichende Klauenpflege bei einem der Tiere, das offensichtlich dadurch Schmerzen erleiden musste. Die Polizei erhob vom Sattelzugfahrer des polnischen Unternehmens zudem eine Sicherheitsleistung zur Sicherstellung des Verfahrens gegen die Tierschutztransportverordnung.

red/hed

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