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Auf der A5 zwischen Butzbach und dem Gambacher Kreuz haben sich 260 Fahrer nicht an das "Rote X" gehalten.

Polizeikontrolle

"Rotes X" ignoriert: Autobahnpolizei Mittelhessen dokumentiert 260 Verstöße

Die Autobahnpolizei Mittelhessen hat in der Wetterau 260 Verstöße dokumentiert. So viele Autofahrer haben sich nicht an das "Rote X" gehalten. Nun drohen Strafen.

A5/Butzbach/Gambacher Kreuz - Nahezu jeder Autofahrer dürfte sie schon Mal bemerkt haben: Sogenannte Dauerlichtzeichen. Elektronische Anzeigetafeln (Verkehrszeichenbrücken) auf der Autobahn regeln so den Verkehr mit Geschwindigkeitsbegrenzungen, Hinweisen auf Gefahren oder um Fahrspuren zu sperren.

So auch das "Rote X". Dieses signalisiert zumeist über mehrspurigen Richtungsfahrbahnen, allen voran den Autobahnen, dass eine bestimmte Spur ab sofort nicht mehr befahren werden darf. Dies geschieht regelmäßig aus wichtigen Anlässen: Etwa bei einer nahen Unfallstelle, Baustellen oder weiterer Gründe. Immer wieder missachten Verkehrsteilnehmer dieses "Rote X", wie die Polizeiautobahnstation Mittelhessen immer wieder feststellen muss.

"Rotes X" ignoriert: Hohe Anzahl an Verstöße in kurzer Zeit

So auch am Samstag, 18. April, auf der Autobahn 5 zwischen Frankfurt und Gießen. Aufgrund einer Baustelle zwischen den Anschlussstellen Butzbach und Gambacher Kreuz waren laut Polizei sowohl die linke, als auch die mittlere von drei Fahrstreifen für den Verkehr gesperrt worden. Darauf wiesen entsprechend Dauerlichtzeichen hin.

Mithilfe moderner Videotechnik dokumentierten mittelhessische Autobahnpolizisten zwischen 14.30 und 16 Uhr das Verhalten der Verkehrsteilnehmer. Die Auswertung ergab, dass sich allein in diese Zeitraum von 90 Minuten insgesamt 260 Fahrer nicht an die Sperrung der Fahrspur hielten. 

Die Fahrer nutzten die gesperrten Fahrstreifen, um an dem sich bildenden Rückstau vorbeizufahren. Erst als kein Vorankommen war, ordneten sich die Fahrer auf die freigegeben Fahrstreifen ein.

"Rotes X" ignoriert: Strafen drohen

Der Bußgeldkatalog sieht für derartige Verstöße empfindliche Strafen vor. So wird für die Missachtung des "Roten X" eine Strafe von 90 Euro fällig. Außerdem wandert 1 Punkt auf das Konto nach Flensburg. Gefährdet man im Rahmen der genannten Missachtung andere Verkehrsteilnehmer, so beträgt die Strafe 200 Euro, zwei Punkte sowie einen Monat Fahrverbot. Sollte dadurch sogar ein Unfall verursacht werden, muss man mit 240 Euro Bußgeld, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot rechnen.

Alle 260 Betroffenen werden in den nächsten Wochen von der zuständigen Bußgeldstelle angeschrieben und über ihre Strafen informiert.

Die Polizei bittet darum den Dauerlichtzeichen Folge zu leisten. Diese seien für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr unerlässlich. Die Gefahr Unbeteiligte durch unüberlegtes Handeln zu gefährden, ist hoch.

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