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Sie sind ein gutes Team: die TV-Ermittler Margarita Broich und Wolfram Koch.

Neuer "Tatort" aus Frankfurt: So liefen die Dreharbeiten in der Wetterau

Am Sonntag zeigt Das Erste mit "Falscher Hase" einen "Tatort" aus Frankfurt. Auch in der Wetterau wurde gedreht. 

Reichelsheim - Aufnahmeleiter, Kameraleute und jede Menge Assistenten laufen geschäftig hin und her. Überall sind große Scheinwerfer aufgebaut. Requisiten werden von einem Ort zum anderen getragen, Klamotten zurechtgerückt und Haare gemacht.

Die ehemalige Metzgerei Rühl in Reichelsheim hat sich im November 2018 in eine Filmkulisse verwandelt. Zu Gast: Ein Team des Hessischen Rundfunks. Sie drehen Szenen für einen neuen "Tatort" aus Frankfurt, der nun, am Sonntag, unter dem Titel "Falscher Hase" gezeigt wird. Mit dabei in Reichelsheim: Die beiden Frankfurter Kommissare, Anna Janneke und Paul Brix, gespielt von Margarita Broich und Wolfram Koch.

Tatort Frankfurt: Schlachthaus in Reichelsheim als Delikatessenlager

Der Großteil der Dreharbeiten findet im Innern des Schlachthauses statt. Dort ist das Lager eines Delikatessenladens aufgebaut. Die Kommissare gehen Hinweisen auf einen Mord nach und glauben, hier die Schuldigen zu finden. "Wir stecken also mitten in den Ermittlungen", verrät Wolfram Koch während der Dreharbeiten.

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Broich und Koch ermitteln seit 2015 gemeinsam im "Tatort", doch sie kennen sich schon über 20 Jahre. "Wir sind wie ein altes Ehepaar", sagt Broich. Ob sie sich immer gut verstehen? "Wir sind uns fast immer einig", sagt Koch. Ob ihn etwas an seiner Kollegin nervt? "Margarita isst mir in der Pause immer alles weg", scherzt der TV-Kommissar.

Kurze Pause vor der nächsten Szene. Dabei wird schon mal der Ablauf besprochen.

Ihr Lager hat die Filmcrew am Römerberg aufgebaut. Dort stehen einige Wohnwagen. Außerdem eine mobile Maske und ein mobiler Garderobenwagen. Vor dem Dreh wurden die Schauspieler dort für ihren Auftritt vorbereitet.

Immer wieder kommen in diesen Tagen im November 2018 neugierige Anwohner vorbei und spähen vorsichtig in den Innenhof der Metzgerei in Reichelsheim. "Es hat sich schon im ganzen Dorf rumgesprochen, dass hier gedreht wird", erzählt eine Spaziergängerin. Sie ist mit ihrem Enkel unterwegs und nutzt die Gelegenheit, um das Geschehen von Nahem zu betrachten. Doch sie sieht nicht viel. Die Dreharbeiten finden weitgehend hinter verschlossenen Türen statt.

Im Film steht die Lohmann Solar Technology GmbH kurz vor der Pleite. In ihrer Verzweiflung versuchen sich Hajo Lohmann (Peter Trabner) und seine Frau Biggi (Katharina Marie Schubert) an einem Versicherungsbetrug und inszenieren einen Raubüberfall. Als sie hierbei jedoch von einer Security überrascht werden, greift Biggi zur Waffe und erschießt den Mann mit einem gezielten Schuss zwischen die Augen.

Tatort Frankfurt: Dreharbeiten im November 2018 in der Wet

Brix und Janneke stehen vor einem Rätsel: Wer beklaut eine kleine, mittelständische Firma? Sind es Profis, die hier am Werk sind? Und welcher Meisterschütze war für den Mord des Security-Manns verantwortlich? Während Brix und Janneke ermitteln, wird die Sache für Hajo und Biggi zunehmend komplizierter: Überfordert mit der Umsetzung ihres Plans und der Vertuschung ihres Verbrechens, stellen sich ihnen auch noch Möchtegerngangster in den Weg, die ihnen das Versicherungsgeld abknöpfen wollen.

Nun sind die Szenen, die im November 2018 in der Wetterau gedreht wurden, endlich zu sehen: Das Erste strahlt den Frankfurter Tatort "Falscher Hase" am 1. September um 20.20 Uhr aus. Musikalisch erwartet die Zuschauer im neuen "Tatort" aus Frankfurt eine Zeitreise in die 1980er Jahre, wie giessener-allgemeine.de* berichtet. 

isa

*giessener-allgemeine.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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