Ortsbeirat

Wichtige Projekte auf dem Heilsberg kommen voran

Seit rund 40 Jahren gibt es die Idee, auf dem Bad Vilbeler Heilsberg ein Jugendhaus zu errichten. Im Investitionsplan für die Jahre 2019/2020 sind tatsächlich Gelder für die Einrichtung zu finden. Doch immer wieder gibt es Verzögerungen. Wenigstens eine ist nun aus der Welt geräumt.

Seit rund 40 Jahren gibt es die Idee, auf dem Bad Vilbeler Heilsberg ein Jugendhaus zu errichten. Im Investitionsplan für die Jahre 2019/2020 sind tatsächlich Gelder für die Einrichtung zu finden. Doch immer wieder gibt es Verzögerungen. Wenigstens eine ist nun aus der Welt geräumt.

Denn Ortsvorsteher Peter Schenk (CDU) berichtet aus dem Rathaus, dass die archäologischen Bodenuntersuchungen abgeschlossen sind. Vermutet wurden Funde aus der Bandkeramikzeit, die die Bauarbeiten hätten verzögern können. "Die Ausgrabungen sind beendet, es gibt keine Auflagen", verkündet Schenk zur Freude der Anwesenden.

Allerdings wird das Jugendhaus teurer werden. Die vorgesehene Summe von 330 000 Euro für die Erschließung und Innenausstattung könne den Bedarf nicht decken, heißt es aus dem Rathaus. Die Erschließung schlage mit zusätzlich 172 500 Euro zu Buche, da auf dem Gelände eine Pumpenstation erforderlich sein werde. Deswegen werden die für den Doppelhaushalt 2019/2020 vorgesehenen Ausgaben für diese beiden Bereiche auf 650 000 Euro angehoben. Noch in diesem Jahr soll zudem die Vergabe an einen Architekten erfolgen.

Bereits erledigt hat sich ein Antrag der SPD. Die wollte die marode Treppe an der Martin-Luther-Straße zum Russenwäldchen saniert bekommen. Die Stadt hat das inzwischen schon erledigt. "Das ist hervorragend gelungen, alle sind begeistert", spricht Joachim Brings (SPD) dem Bauamt ein Lob aus.

Noch etwas gedulden müssen sich die Heilsberger bei der Sanierung eines Teilstücks des Plattenwegs. Die Stichstraße zwischen Pommernweg und Brandenburger Straße weist grobe Schäden auf. CDU und FDP wollen wissen, ob die Straße grundhaft saniert werden kann. Dies beinhalte auch eine mögliche Kanalerneuerung. Da die Straßenbeitragssatzung Geschichte ist, wird dies die Anlieger nichts kosten, wie Beatrice Schenk-Motzko (CDU) ausführt.

Tatsächlich fand auch dieser Antrag Gehör im Rathaus. Denn die Kanäle stammen aus den 60er Jahren, eine Sanierung ist zwischen 2021 und 2024 vorgesehen, gibt Schenk Informationen des Tiefbauamts wieder. Und er kann gleich einen Plan für die neue Straße vorstellen. Denn die weist derzeit zu wenige Parkplätze aus. In einer Sitzungsunterbrechung können sich die Mandatsträger die Pläne anschauen, Schenk bittet auf Nachfrage auch Anwohner Norbert Lütke hinzu, der gleich einen Verbesserungsvorschlag parat hat. Denn durch den Wegfall von 14 Bäumen, deren Wurzeln den Kanal beschädigen, und die Schaffung von Schräg- statt Längsparkplätzen soll die Anzahl der Parkplätze von 22 auf 28 erhöht werden.

Lütke regt an, dass man dann doch gleich weitere Bäume fällen könne.

Ersatzanpflanzungen könnten auf einen ohnehin nicht genutzten Gehweg verlegt werden, so könnten auf voller Länge Schrägparkplätze entstehen. Die Idee wurde in die Anregungen des Ortsbeirats an das Tiefbauamt aufgenommen. Statt Bäume und deren ausladendem Wurzelwerk könnten auch Sträucher und Büsche angepflanzt werden, regt Petra Schärpf von den Grünen an. Dann aber bitte in diesem Gebiet und nicht an anderer Stelle, nur um die Ökobilanz zu erhalten.

Zudem bittet sie um Prüfung, ob der Kindergarten oder die Grundschule eine Art Patenschaft für die neuen Pflanzen übernehmen können. "So schafft man einen praktischen Bezug und Respekt vor der Natur", ist sie überzeugt. Eine Idee, die zwar eifrig diskutiert, aber dann ebenfalls in die Liste möglicher Nachbesserungen aufgenommen wird.

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