1. Startseite
  2. Region
  3. Wetteraukreis

Wieder tote Igel an der Usa entdeckt

Erstellt: Aktualisiert:

Von: David Heßler

Kommentare

Wetteraukreis (hed/bf). Am Ufer der Usa ist am Dienstag ein Eimer gefunden worden, in dem mindestens zwei tote Igel lagen. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Wohnung eines Mannes wurde daraufhin durchsucht. Ob es sich beim Verdächtigen um den kürzlich verurteilten Tierquäler handelt, der seine Haftstrafe noch nicht angetreten hat (der Kreis-Anzeiger berichtete), wollten die Behörden nicht kommentieren.

Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet. Die bereits verwesenden Kadaver wurden zur weiteren Untersuchung an die Pathologie Gießen übergeben. Zudem untersuchten Kriminaltechniker das Behältnis auf Spuren. Die Wohnung des Verdächtigen wurde am Mittwoch durchsucht. »Dabei wurden Beweismittel sichergestellt, die nun ausgewertet werden müssen«, heißt es. Der Beschuldigte schweigt.

Vergangene Woche hatte das Amtsgericht Friedberg einen 36-Jährigen aus Ober-Mörlen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Er soll mindestens 25 Igel gefangen und diese grausam zu Tode gequält haben. Die Kadaver warf er zum Teil in Plastikbehälter, die er unter anderem an der Usa ablegte. Der Verurteilte war über DNS-Spuren identifiziert worden, die auf Socken gefunden worden waren, die in einem der Behälter lagen.

Wie die Staatsanwaltschaft Gießen auf Nachfrage mitteilte, hat der 36-Jährige Berufung eingelegt.

Auch interessant

Kommentare