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Winterquartier für Fledermäuse

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Von: red Redaktion

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Dr. Mattern, Jochen Kalunka, Karin Seum und Adam Strecker vor dem Eingang des neuen Fledermausquartiers FOTO: PM © pv

Geiss-Nidda (red). Was lange währt, wird endlich gut, denn von der Idee bis zur Fertigstellung vergingen drei Jahre. Kürzlich konnte die Natur- und Vogelschutzgruppe Geiß-Nidda (NVSG) im Beisein von Dr. Tim Mattern von der Fachstelle Naturschutz und Landschaftspflege des Wetteraukreises und dem Fledermaus-Experten Adam Strecker aus Dauernheim das neue Winterquartier für die einheimischen Fledermäuse eröffnen.

Das vormalige Wasserhäuschen wurde mit Genehmigung der Stadt Nidda und der Unterstützung durch den Ortslandwirt, der Jagdgenossenschaft und des Ortsbeirats artgerecht umgebaut, sodass die Tiere ungehindert zu Beginn des Winters einfliegen und hier ungestört und frostfrei in den Winterschlaf gehen können. Ermöglicht wurde dies auch durch Unterstützung des Landes Hessen. Die NVSG hat mit mehreren ehrenamtlichen Helfern den Umbau realisiert, die fachliche Beratung erfolgte durch den Fledermaus-Experten Adam Strecker.

In der Gemarkung Geiß-Nidda kommen Langohrfledermäuse, Zwergfledermäuse und solche aus der Gattung der Mausohren vor. Normalerweise überwintern sie in natürlichen Höhlen, alten Erdkellern oder gemauerten Scheunen. Aufgrund der geologischen Gegebenheiten existieren vor Ort keine natürlichen Höhlen; Erdkeller und alte Scheunen sind ebenfalls rar. Zum Erhalt der Populationen ist es deshalb bedeutsam, ein solches Winterquartier zu schaffen.

Warum ist es überhaupt wichtig, Fledermäuse zu schützen und zu fördern? Und was haben die Menschen davon? Fledermäuse sind ein unverzichtbarer Baustein des ökologischen Gefüges und Gleichgewichts. Hierzu geben die anwesenden Experten ein einleuchtendes Beispiel. Jede Fledermaus vertilgt pro Nacht 3000 bis 4000 Mücken.

Alle Gartenbesitzer können auf einfache Art ebenfalls zum Schutz beitragen, indem sie ihren Garten insektengerecht anlegen. Das heißt, möglichst viele Blühpflanzen belassen und auf Insektizide verzichten, Insekten brauchen blühende Wiese statt eintönigen Rasen oder Steinwüsten.

Für weitere Fragen gibt es beim Nabu das bundesweite sogenannte »Fledermaustelefon«. Die Rufnummer lautet 0 30/28 49 84-50 00.

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