Betreuung reduziert

  • Vonred Redaktion
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Wölfersheim (pm). Um weiterhin »eine verlässliche Betreuung bieten zu können«, reduziert die Gemeinde Wölfersheim nun bis zum Ende des Jahres die Öffnungszeiten der Einrichtungen auf 15 Uhr und den Betreuungsumfang auf 40 Stunden«, berichtet die Gemeinde in einer Mitteilung.

»Die vielen Familien in unserer Gemeinde sind auf eine verlässliche und gut ausgebaute Kinderbetreuung angewiesen. Wir haben daher große Anstrengungen unternommen, um während der Corona-Pandemie möglichst an den regulären Öffnungszeiten unserer Kindertagesstätten festzuhalten«, informieren Bürgermeister Eike See und Fachbereichsleiterin Nicole Stelzner-Lehmann alle Eltern der Kitas in einem Elternbrief.

Kam es zu Personalengpässen in einzelnen Einrichtungen, wurden nach einem eigenen Ampelsystem Öffnungszeiten und/oder die Anzahl der zu betreuenden Kinder reduziert, im schlimmsten Fall mussten Einrichtungen tageweise schließen. In der Regel seien diese Maßnahmen vorab mit den Elternbeiräten besprochen und abgestimmt worden. »Wir haben volles Verständnis für die Situation vieler Eltern. Unser Ziel war es, dies nach Möglichkeit immer zu vermeiden«, so Stelzner-Lehmann. »Die Reduzierung der Öffnungszeiten stellt einige Eltern vor Herausforderungen. Sie ist jedoch notwendig, um allen Eltern in der Zeit von 7 bis 15 Uhr eine möglichst zuverlässige Betreuung bieten zu können. Wir haben diese Entscheidung keinesfalls leichtfertig getroffen«, erklärt See.

Hohe Ausfälle

Seit Beginn des Kindergartenjahres im August kämpfe man immer wieder mit hohen personellen Ausfällen: neben den regelmäßig auftretenden Krankheitsausfällen, Langzeiterkrankungen sowie Elternzeiten nun auch mit saisonal auftretenden Krankheitswellen, die förmlich komplette Teams ausfallen ließen. Dies könne man auch nicht mehr durch das zusätzliche Personal im Springerpool ausgleichen. In den vergangenen beiden Wochen habe man massive Krankenstände verzeichnet. »Zusätzlich dazu merken auch wir die hohen Corona-Fallzahlen. Kolleginnen und Kollegen erkranken vermehrt selbst an Corona. Dazu kommt, dass die daraus resultierende Quarantänezeit meist durch die Corona-Erkrankungen weiterer Familienmitglieder verlängert werden muss.«

Ebenfalls würden weitere Krankentage in Anspruch genommen, da die eigenen Kinder entweder in Quarantäne sind oder Betreuungseinrichtungen anderer Träger und Schulen verminderte Öffnungszeiten haben bzw. coronabedingt schließen müssten, berichtet Stelzner-Lehmann.

Die Überstunden der verbleibenden Mitarbeiter hätten sich überdurchschnittlich erhöht und es gebe keine Sicht auf Abbau dieser Überstunden. Die Belastungsgrenze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist schlicht und einfach erreicht. »Wir tragen ein hohes Maß an Verantwortung gegenüber den Eltern, aber auch gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit diesem Schritt möchten wir dieser Verantwortung Rechnung tragen und unsere Kolleginnen und Kollegen damit entlasten«, unterstreicht Bürgermeister See.

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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