1. Startseite
  2. Region
  3. Wetteraukreis
  4. Wölfersheim

Vortrag und Diskussion

Erstellt: Aktualisiert:

Von: red Redaktion

Kommentare

Wölfersheim (pm). Der Regionalbauernverband Wetterau/Frankfurt hat mit dem Ortsbauernverband Berstadt zu einer Diskussion in die Maschinenhalle von Andreas Storck eingeladen. Beim Thema »Lebensmittel aus der Region für die Region: Wie wir mit Ernährungssouveränität dem Klima helfen« hatten die Landwirte auch Verbraucher eingeladen.

Es ging zwar mit der regenerativen Landwirtschaft um ein landwirtschaftliches Fachthema, aber auch um mehr: »Wir Bauern möchten gerne untereinander als auch mit Menschen außerhalb unserer Blase in Austausch und Diskussion kommen. Dazu haben wir heute Abend Zeit und Raum«, sagte Andrea Rahn-Farr, Vorsitzende des Verbands. In der Region arbeiten Storck und weitere Landwirte mit einem Verfahren, welches als regenerative Landwirtschaft bekannt geworden ist, heißt es in einer Pressemitteilung. Den fachlichen Input lieferte Dr. Ulrich Koch von der SGL, einem Systemanbieter für Boden- und Pflanzengesundheit.

Die Hauptaufgabe sieht Koch in der Wissensvermittlung, um Handlungsempfehlungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu entwickeln. Als Berater für Pflanzenbau erklärt er die regenerative Landwirtschaft so: »Wir betrachten die Landwirtschaft im System. Jeder Betrieb ist ein eigenes System. Der Boden ist vergleichbar mit einem Getriebe, wo alle Rädchen ineinandergreifen müssen.« Deshalb spiele die Bodenchemie eine große Rolle, denn die biologische Balance müsse hergestellt werden. Eine schonende Bodenbearbeitung sowie die fast ganzjährige Begrünung seien wichtig, um das Bodenleben zu ernähren. »Weitere Verbesserungen können wir durch eine gezielt angesteuerte Flächenrotte erreichen. Wir streben eine Vitalisierung der Kulturen durch natürliche Mineralien an«, ergänzt Koch.

Mit Technik wie einem Präszisions-Flachgrubber lasse sich die organische Masse in die obere Bodenschicht einarbeiten. Auf diese Weise könne der Humusgehalt merklich erhöht und damit auch die Wasserhaltefähigkeit verbessert werden - ein wichtiger Aspekt in Zeiten des Klimawandels. Ziel der Maßnahmen ist es, mit wenig Einsatz sichere Erträge zu erzielen. Denn bei sich ändernden Rahmenbedingungen, darüber waren sich die Anwesenden einig, müsse man die Anbaupraxis anpassen, um Erträge und Qualitäten zu sichern.

Auch interessant

Kommentare