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Zehn Verletzte nach Verpuffung gerettet

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Von: red Redaktion

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rueg_Woelfersheim_Feuerwe_4c_4 © pv

Wölfersheim (pm). Dichter Rauch quillt aus allen Ecken des Gebäudes, eine Frau rennt panisch aus dem Haus, Menschen klopfen gegen Fenster und Rollläden. Was am vergangenen Samstag zunächst für Aufregung bei Anwohnern im Wölfersheimer Ortskern sorgte, entpuppte sich glücklicherweise als realitätsnahe Übung der Feuerwehr der Gemeinde Wölfersheim mit Einsatzkräften aus allen Ortsteilen, gemeinsam mit dem Wölfersheimer DRK und Auszubildenden des Rettungsdienstes.

Bei der Auswahl des Übungsszenarios hat man sich von den anstehenden Arbeiten zur Erweiterung der Kinderstube inspirieren lassen: Bei Arbeiten im benachbarten Gebäude ist es zu einer Verpuffung der Heizungsanlage gekommen. Feuer und Rauch breiten sich schnell im Gebäude aus. Da bereits ein Durchbruch zur benachbarten Kinderstube hergestellt wurde, hat sich auch dort schnell der Rauch im gesamten Gebäude ausgebreitet.

Insgesamt zehn Verletzte müssen aus den Gebäuden gerettet werden. Neben Rauchgasvergiftungen erlitten sie auch die verschiedensten anderen Verletzungen. Hier gilt den Notfalldarstellern des DRK-Kreisverbandes besonderer Dank für die Unterstützung. Der DRK-Ortsverband Wölfersheim schloss sich der Übung an und versorgte die Verletzten. Mehrere Auszubildende des Rettungdienstes waren aktiv in das Geschehen eingebunden. Mehrere Rettungswagen sorgten für ein noch realistischeres Bild.

Alarmierung wie im Ernstfall

Die Einsatzkräfte wussten nichts von der Übung. Die Alarmierung erfolgte wie im Ernstfall für die Einsatzabteilung aus Wölfersheim, Melbach und Södel. Als einer der ersten am Einsatzort war der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Thomas Küchenmeister. Bei seiner Ankunft kam schon die erste verletzte Person schreiend aus dem Haus gerannt. Er führte eine Lageerkundung durch, um sich ein Bild von der Einsatzstelle zu verschaffen.

Schnell war klar, dass nachalarmiert werden musste, und so wurden auch die Wehren aus Wohnbach und Berstadt alarmiert. »Im Ernstfall hätte man aufgrund der Atemschutzgeräteträger vermutlich auch weitere Wehren aus dem Umkreis alarmiert. Um die Einsatzstelle gut bearbeiten zu können, wurden Abschnitte gebildet. Die vier Abschnittsleiter haben ihre Abschnitte hervorragend abgearbeitet«, so Küchenmeister.

Eine Wasserversorgung wurde hergestellt, die Einsatzstelle gesichert, der Brand gelöscht, die Verletzten aus dem Gebäude gerettet und an einem Bereitstellungsplatz an den Rettungsdienst übergeben. »Es war eine sehr herausfordernde und realitätsnahe Übung, aber natürlich auch sehr interessant. Auch wenn es nur eine Übung war, waren die ersten Minuten kein Spaß«, unterstreicht Küchenmeister. Ebenfalls in die Übung eingebunden waren mehrere Beobachter aus umliegenden Wehren. Im Anschluss traf man sich im Gerätehaus Wölfersheim zu einer Nachbesprechung. »Ich danke allen, die zu dieser Übung beigetragen und daran teilgenommen haben. Besonders aber danke ich Thorsten Metz und Sebastian Lang, die viel Arbeit in die Organisation gesteckt haben«, erklärt Bürgermeister Eike See. Jede noch so kleine Aufgabe sei wichtig, um Menschenleben zu retten. Fachlich gebe es aber immer Dinge, die man noch verbessern kann. »Deshalb sind solche Übungen sicherlich fordernd, aber wichtig, um für den Ernstfall bereit zu sein«

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