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Einfach schön: Seit zehn Jahren schmückt Familie Parkitny ihr Haus in Nieder-Wöllstadt ? jedes Jahr kommt ein bisschen mehr dazu.

Festlich geschmückt durch den Advent

Wöllstadts Weihnachtshaus erfreut den ganzen Ort

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Unübersehbar steht das Weihnachtshaus von Nieder-Wöllstadt an der Ringstraße. Über und über ist es geschmückt, es leuchtet und blinkt aus unzähligen bunten Lämpchen und erfreut sowohl Passanten als auch Autofahrer.

Unübersehbar steht das Weihnachtshaus von Nieder-Wöllstadt an der Ringstraße. Über und über ist es geschmückt, es leuchtet und blinkt aus unzähligen bunten Lämpchen und erfreut sowohl Passanten als auch Autofahrer. Regelmäßig im Advent macht sich Hausherr Robert Parkitny an die Arbeit und richtet sein Haus für die besinnliche Zeit her.

„Es ist das Hobby meines Manns“, erzählt seine Frau Joanna. Vor zehn Jahren ist die Familie aus Polen nach Deutschland gekommen, wo das Schmücken ebenfalls Brauch sei, aber nicht ganz so stark. Ihr Mann habe immer gesagt: „Wenn ich ein größeres Haus habe, mache ich mehr.“ Jedes Jahr komme neue Dekoration hinzu, stets leuchte das Haus so ein bisschen mehr. 2016 seien es nun ein neuer Stern auf dem Dach und vier Nikoläuse. Die bunten Weihnachtsmänner klettern an einer Leiter hoch aufs Dach, genau wie ihr Mann, der fürs Schmücken ebenfalls hinauf kraxeln muss.

Drei Tage arbeitet er an der Dekoration, bis alles so sitzt, wie er es sich wünscht. „Jeden Tag kommen Leute vorbei, aus Hanau, Offenbach oder anderen Orten, und machen Fotos“, erzählt Joanna Parkitny. Viele führen extra her, um das Haus zu sehen. „Eine Frau, die täglich auf dem Weg zur Arbeit vorbeikommt, hat gesagt, dass sie immer schon auf die Weihnachtszeit wartet, bis unser Haus leuchtet.“

Die leuchtende Pracht beginnt spätestens ab Nikolaus am 5./6. Dezember und strahlt dann weiter bis Mitte Januar. Ein paar Ketten bleiben ausgeschaltet sogar das ganze Jahr über hängen. An Heiligabend feiert das Ehepaar mit seinen beiden Kindern Patryk (19) und Ewelina (17). Sie haben Gäste – ihre Vermieter, die für sie wie Familie sind. Zuerst essen sie gemeinsam, wobei nach polnischer Tradition ein zusätzlicher Teller leer bleibt: Er soll an die Verwandten erinnern, die nicht dabei sein können, besonders an die Verstorbenen, und er steht für Jesus bereit, dessen Ankunft man erwartet. Am Ende schauen alle zusammen einen Weihnachtsfilm: „Kevin allein zu Haus“.

(ihm)

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