1. Startseite
  2. Region
  3. Wetteraukreis
  4. Wöllstadt

Sebastian Briel kündigt Rücktritt an

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Udo Dickenberger

Kommentare

_203026_4c
Sebastian Briel © Udo Dickenberger

Wöllstadt (udo/hed). Er galt als der kommende Bürgermeisterkandidat. Sebastian Briel war viele Jahre FWG-Vorsitzender und zuletzt Vorsteher der Gemeindevertretung in Wöllstadt. Am Freitag habe er Bürgermeister Adrian Roskoni mitgetielt, dass er von allen politischen Ämtern zurücktrete, teilt Briel am Freitagabend auf seiner Facebook-Seite mit.

In diesem Jahr litt Briel unter einer schweren Lungenembolie. Nach dieser schweren Krankheit befindet er sich immer noch auf dem Weg der Genesung. Nach seinen eigenen Worten machte er sich während der Krankheit Gedanken darüber, was ihm wichtig ist. Während der vergangenen 20 Jahre habe er viel Zeit in seine Ehrenämter gesteckt. Alleine für die Gemeindepolitik habe er im Monat 50 Stunden gebraucht - neben seinem Beruf als Stabsstellenleiter von Bürgermeister Steffen Maar in Rosbach und der eigenen Tätigkeit in den Wöllstädter Vereinen. Nun wolle er sich »für mich und meine Familie mehr Zeit nehmen«.

Briel blickt zurück. Im Winter 2001 habe er angefangen, sich politisch in der SPD zu betätigen. 2002 wurde er zum Vorsitzenden der Jusos gewählt, 2004 dann in den SPD-Vorstand. Im März 2006 wurde er erstmals in die Wöllstädter Gemeindevertretung gewählt. 2008 wechselte er von der SPD zur Freien Wählergemeinschaft. Damals hatte die FWG fünf Mandate. Jetzt seien es 15. »Diese Entwicklung macht mich stolz.« 2009 wurde er Fraktionsvorsitzender der FWG, der er bis 2021 war. 2021 wurde er von der Gemeindevertretung zum Vorsitzenden und Ersten Bürger Wöllstadts gewählt.

Gemeindepolitik habe ihm immer Spaß gemacht, weil man etwas für die Menschen verbessern könne, sagt Briel und dankt seinen Mitstreitern. Er sei stolz, bei vielen wichtigen Projekten dabei gewesen zu sein, etwa bei der Neugestaltung des Bürgerkellers, der Ansiedlung des Rewe-Marktes oder dem Bau des Ärztehauses in Ober-Wöllstadt. ARCHIVFOTO

Auch interessant

Kommentare