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Wenn die Straße bebt

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Von: Udo Dickenberger

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dab_udo_bahn_300722_4c_1 © Udo Dickenberger

Wöllstadt (udo). Karlfred und Erika Wingenfeld wohnen in der Eisenbahnstraße in der Nähe des Bahnhofs in Nieder-Wöllstadt. Sie klagen über nicht angekündigten Lärm, der bei Bauarbeiten am Bahndamm entsteht.

Sie berichten: »Drei Nächte und drei Tage müssen wir diesen Lärm der Bundesbahn nun schon ertragen.« Eine Ramme schlage Befestigungen für neue Stromleitungen ein. Die untere Eisenbahnstraße bebe in allen Fugen. Sie hätten Bedenken, »dass irgendwann unser Haus zusammenfällt« und zusammen mit dem Gewölbekeller zusammenbreche.

Vorbereitung fürs digitale Stellwerk

Tatsächlich steht die Maschine auf den Gleisen nur wenige Meter von ihrem Haus entfernt. Wegen der Bauarbeiten an der Nordseite des Bahnhofs Nieder-Wöllstadt verkehren die Züge ausschließlich über Gleis 3, das Überholgleis.

Bürgermeister Adrian Roskoni teilt auf Anfrage mit, bei den Arbeiten gehe es um die Vorbereitung zur Installation der Signale des digitalen Stellwerks in Karben. Seines Wissens seien die Arbeiten weitgehend abgeschlossen.

Die Bahn informiert, dass in Groß-Karben ein neues elektronisches Stellwerk entstehe. Dessen Inbetriebnahme sei für März 2023 vorgesehen. Es ersetzt dann die beiden Drucktastenstellwerke in den Bahnhöfen Groß-Karben und Nieder-Wöllstadt.

Hierzu wurde am Bahnhof Groß-Karben bereits ein Modulgebäude errichtet, das die neue technische Innenanlage des elektronischen Stellwerks aufnimmt. Auf dem betroffenen Streckenabschnitt, also auch in Nieder-Wöllstadt, werden derzeit alle Signale für den Anschluss an die elektronische Stellwerkstechnik ausgetauscht und erforderliche Kabelkanäle und Kabelquerungen erstellt.

Zum Teil lärmintensivere Arbeiten seien beim Bau notwendig. Darüber würden die Anwohner vorab per Post informiert - was bei Wingenfelds offenbar nicht der Fall war.

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Die Arbeiten finden nur wenige Meter neben den Häusern statt. © Udo Dickenberger

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