1. Startseite
  2. Region
  3. Wetteraukreis

Wohnbebauung: Drei Fragen an Marcus Stadler

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Petra Ihm-Fahle

Kommentare

myl_Marcus_Stadler_1_040_4c
myl_Marcus_Stadler_1_040_4c © Petra Ihm-Fahle

Bad Salzhausen (ihm). Marcus Stadler ist Fraktionsvorsitzender der Grünen im Parlament der Stadt Nidda. Diese Zeitung fragte ihn zu den Plänen im Baugebiet West in Bad Salzhausen. Dort soll neuer Wohnraum entstehen. Die Pläne sind allerdings umstritten. Stadler spricht sich für mehr Wohneinheiten aus.

Warum haben Sie gegen den ersten Entwurf 2021 für das Wohngebiet gestimmt?

Es waren nicht mal 25 Wohneinheiten pro Hektar geplant, das ist so nicht mehr zulässig. Wir müssen mindestens 40 Wohneinheiten pro Hektar erreichen. Es ist sonst Flächenfraß. Bad Salzhausen ist unser Schmuckstück und dort Fläche zu verschwenden, das wäre Perlen vor die Säue geworfen.

Was schlagen Sie vor?

An dem Projekt der Firma Lupp im Osten von Bad Salzhausen sieht man, was durch schlaue Planung möglich ist: Ein guter Mix für verschiedene Ansprüche und Anforderungen bei gleichzeitig dichter und dennoch schöner Bebauung. Und das sollte auch für die Westbebauung möglich sein. 35 Wohneinheiten sind immer noch zu wenig.

Was halten Sie davon, die Wohnbebauung aufzulockern?

Das klingt zu sehr nach »Wünsch Dir was«. Wir sind aber längst in der Klimakrise angekommen und müssen es mit der uns noch verfügbaren Fläche schaffen, so viel Wohneinheiten wie möglich zu errichten. Die Flächen haben wir nur einmal zur Verfügung. Wir favorisieren immer eine schlaue Planung mit dichter Bebauung, da wir sparsam und umweltschonend mit der Fläche umgehen wollen. Die Regionalplanung sieht aktuell sehr wenig neue Baufläche für Nidda vor. Wir haben das langfristige Ziel »Netto Null« - kein weiteres Wachstum auf Kosten zusätzlicher Flächenversiegelung. Da geht die Reise hin.

FOTO: IHM-FAHLE

Auch interessant

Kommentare