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Wurst ein Euro, Bier 50 Cent: 50 Jahre Campingplatz am Nidda-Stausee

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Viel Grün mit Blumen, Hecken und Bäumen gibt es auf dem Campingplatz. © Stefan Weil

Der Campingplatz am Nidda-Stausee hat seine Pforten vor 50 Jahren erstmals geöffnet. Das Jubiläum ist ein Anlass für die Stadt, daran zu erinnern und langjährige Campingfreunde zu ehren.

Im Jahr 1970 wurde der Damm der Nidda-Talsperre eingeweiht. Nur zwei Jahre später eröffnete die Stadt Schotten ihren Campingplatz auf einer grünen Wiese am westlichen Ufer des Sees.

Heute sind hier viele Bäume gewachsen. Sie sorgen auf dem Campingplatz nicht nur für eine idyllische Atmosphäre, sondern sind auch willkommene Schattenspender in heißen Sommertagen, so wie in diesem Jahr.

Im Abstand von fünf Jahren ehrt die Stadt Schotten treue Camper des Platzes. Bürgermeisterin Susanne Schaab, Dirk Schneider und Markus Klein von den städtischen Wirtschafts- und Versorgungsbetrieben (WVS) sowie Platzwart Oliver Petermann konnten zahlreiche Camper begrüßen, die der Einladung zur Ehrung gefolgt waren.

In diesem Jahr hatte die Zeremonie einen besonderen Charakter, denn sie war verbunden mit einer kleinen Feier aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der städtischen Einrichtung.

Als Erinnerung an die 1970er Jahre gab es Preise wie vor 50 Jahren: Die Wurst kostete einen Euro und ein frischgezapftes kühles Bier 50 Cent.

»Unser Campingplatz hat mit seinem vielem Grün ein optisch schönes Erscheinungsbild«, sagte Schaab. Daran leisteten auch die Camper mit der Pflege von Hecken und Blumen ein gewichtiges Stück Mithilfe.

Bäume tragen zur Wohlfühlatmosphäre bei

Zur Wohlfühlatmosphäre würden auch die Bäume beitragen. Andererseits bereiteten sie manchmal Sorgen und Probleme, insbesondere bei starkem Wind und Stürmen. »Die Bäume werden jährlich auf ihre Standsicherheit hin überprüft. Einige mussten auch schon weggenommen werden, um Gefährdungen zu vermeiden.«

In den vergangenen Jahrzehnten sei in die Einrichtung regelmäßig investiert worden. So wurden zwei Sanitärhäuser gebaut, im neueren der beiden Gebäude ist auch die DLRG-Ortsgruppe Friedberg/Bad Nauheim mit ihrer Rettungsstation untergebracht.

»Die ehrenamtlichen Lebensretter sind in den Sommermonaten an den Wochenenden für die Sicherheit unserer Gäste am Stausee von großer Bedeutung«, betonte die Bürgermeisterin.

Sie kündigte mit der Erneuerung des Daches auf dem alten Sanitärgebäude eine weitere Investition nach der Sommersaison an. Dann soll auch eine neue Fotovoltaikanlage für die Erzeugung von Strom sorgen.

Außenanlagen neu gestaltet

»Dankenswerterweise hat die Politik in Schotten sich immer hinter den Campingplatz gestellt und ist nicht auf die Idee gekommen, die Anlage in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu verkaufen«, freute sich Schaab. Der Campingplatz mit seinem Angebot für Dauercamper und Ferien- und Tagesgäste sei immer wieder erweitert worden.

In jüngster Zeit wurden die Außenanlagen im Eingangsbereich neu gestaltet. Vor einigen Jahren habe die Stadt Schotten am hessischen Campingplatzwettbewerb teilgenommen. »Dabei wurden wir als bester kommunal geführter Campingplatz ausgezeichnet.«

Im Corona-Jahr 2021 wurde wegen des großen Bedarfs außerhalb des eigentlichen Campingplatzes am Rande des angrenzenden öffentlichen Parkplatzes mehrere Stellplätze für Wohnmobile eingerichtet.

Zu Beginn der Pandemie habe der ansonsten ganzjährig geöffnete Platz für einige Wochen geschlossen werden müssen. »Das hat nicht nur Verständnis hervorgerufen. Aber wir waren gezwungen, die Vorgaben vom Land Hessen zu erfüllen«, erläuterte Schaab.

Grundsätzlich ermögliche es der eigene Campingwagen, genügend Abstand einzuhalten. »Jetzt sind wir froh, dass wieder so etwas wie Normalität Einzug gehalten hat. Das kann sich in den kommenden Monaten aber wieder schnell ändern.«

Fotowand mit Erinnergsschnappschüssen

Zur Ehrungszeremonie waren insgesamt 36 Camper eingeladen. Nicht alle hatten kommen können. Die Mehrzahl der Camper stammt aus dem Rhein-Main-Gebiet oder der Wetterau. Seit 25 Jahren hat aber auch ein Camper aus Düsseldorf seinen »Zweitwohnsitz« am Nidda-Stausee.

Besonders begrüßte die Bürgermeisterin Margot Roemer. Die Frankfurterin hatte zu den Ersten gehört, die 1972 auf dem Campingplatz als Dauergast mit ihrer Familie »eingezogen« war.

Schaab ehrte sie wie auch die anderen Jubilare mit einer Urkunde und einem Gutschein. Sie bedankte sich auch bei Erkan Ompasi, der seit 20 Jahren die Gaststätte Parthenon im Campingplatzgelände gepachtet hat.

Interessant waren die Schnappschüsse, die auf einer kleinen Fotowand zu sehen waren. Hier hatten verschiedene Camper ihre Erinnerungen an die frühen Jahre des Platzes festgehalten. Zu den Gästen gehörten auch die ehemaligen Platzwarte Gerhard Engel und Heinrich Rockel.

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Bei diesen 36 treuen Campern des städtischen Platzes am Nidda-Stausee bedankte sich Bürgermeisterin Susanne Schaab im Namen der Stadtverwaltung. © Stefan Weil

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