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Zauber, Macht und Musical

  • VonChristine Fauerbach
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Jubelnde Zuschauer, anhaltender Beifall und eine tolle Leistung: Mit einer schwungvollen Aufführung des Musicals »Der Ring des Nibelungen - Zauber, Macht und Musical« meldet sich die Theatergruppe Assenheim eindrucksvoll auf der Bühne zurück.

Mit ihrer Entscheidung trotz steigender CoronaZahlen unter Einhaltung der 2G-Regeln zu spielen, schenkt die Theatergruppe Assenheim (TGAss) den Besuchern ihrer Musicalproduktion »Der Ring des Nibelungen - Zauber, Macht und Musical« viel Freude und beste Unterhaltung.

In die Herzen der Zuschauer

Grundlage für die Inszenierung bildeten die klassischen Vorlagen der Nibelungensage, das vierteilige Opern-Epos von Richard Wagner wie auch die deutsche TV-Verfilmung mit Benno Fürmann als Siegfried. Aus allen diesen Informationen haben Regisseur Kris Kurku, Gesamtleiter Norbert Deforth und der musikalische Leiter Bernd Kohn eine ebenso spannende wie kurzweilige Unterhaltung mit viel Charme und Witz in Musicalform gegossen.

M itreißende Lieder zu bekannten Melodien, tolle Licht- und Pyro-Effekte und vor allem ein mit Können und Herzblut zu Livemusik spielendes Ensemble lassen keine Wünsche an einen unterhaltsamen Theaterbesuch offen. Die mehr als 100 aktiven Schauspieler entführen gemeinsam mit Tänzerinnen, Chor und Orchester die Zuschauer zurück in die Welt der »Deutschen Heldensagen«. In der Inszenierung der TGAss macht das Publikum in zwei Akten mit je elf Szenen Bekanntschaft mit bekannten Figuren wie dem Helden Siegfried (Timo Wegener) und der Prinzessin Krimhild von Burgund (Viktoria Liebel), der scheinbar unbesiegbaren Brunhild (Beatrice Schmidt) und ihren Walküren, dem verschlagenen Hagen von Tronje (Kai-Uwe Berdick) und den bösen wie verwirrten Hexen Broda (Jutta Gronski) und Nieda (Jessica Schwab). Allein durch Charakterisierung und Eigenschaften der Personen, werden auch junge Zuschauer vor falsch verstandener Heldenverehrung bewahrt. Siegfried ist ein naiver junger Mann voll Übermut, der seinen Platz in der Welt noch nicht gefunden hat.

Krimhild ist eine clevere Prinzessin, die lieber ein selbstbestimmtes Leben führen möchte, statt sich die Pflichten einer Königin aufzubürden. König Gunther (Heinz Kimmel) ist amtsmüde und wird von seinen drei sehr unterschiedlichen Töchtern Isolde (Maria de Rosa), Konstanze (Lilly van den Bruck) und Krimhild gefordert. Die kampferprobte Brunhild steht an der Spitze ihrer Walküren Wehrtraud (Zoe Lilian Mlakar), Schildgunde (Zoe Kussmann), Rohgunde (Destiny Windecker) Schwertlinde (Kiará Magro) und Gertrud (Maja Sofie Pfuhl), einer kleinen matriarchalischen Gruppe inmitten einer von Männern dominierten Welt.

Vom ersten Ton an in die Herzen der Zuschauer spielt, redet, singt und tanzt sich der plappernde Drache Roy (Miriam Groß-Deforth). Auch die Amsel (Simion Martin) und die Drossel (Patrick Lagerpusch) teilen ihre Informationen und Ansichten wie ihr Urteil über Siegfried gern mit anderen.

Und wer hätte gedacht, dass sich die Nixen in der Rheintiefe bei der Bewachung des Nibelungenschatzes langweilen? Was es mit dem Ring auf sich hat, der alle in seinen Bann zieht, dem Schwert der Nibelungen, der Tarnkappe, dem Drachenbad und vor allem der »alten Bestimmung« erfahren die Zuschauer. Am Ende der ganz eigenen TGAss-Version steht ein Happy End. Kämpferische Szenen wechseln sich mit lustigen, spannenden, träumerischen und künstlerischen Szenen ab.

Das Geschehen auf der Bühne fesselt, informiert und unterhält. Das professionell inszenierte Musical bietet den Mitgliedern der Theatergruppe wie auch den Kindern und Jugendlichen hinter der Bühne ein breites Spektrum für Kreativität. Bei dem von den Leitern »entstaubten« Epos kommen Bildungsbürger ebenso auf ihre Kosten wie die (Theater-)Welt entdeckende Kinder und Jugendliche.

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