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Zehn Jahre Siegel »Bio aus Hessen« auf Gut Marienborn

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Die hessische Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Priska Hinz überreicht eine Auszeichnung an Familie Förster vom Hofgut Marienborn, deren Betrieb vor bereits zehn Jahren mit dem Gütesiegel »Bio aus Hessen« zertifiziert wurde. © Monika Eichenauer

Als Anerkennung für das Engagement des Biobetriebes Förster hat Landwirtschaftsministerin Priska Hinz im Rahmen ihrer Sommertour eine Urkunde an den Betrieb übergeben.

büdingen - Seit zehn Jahren ist der landwirtschaftliche Betrieb Hofgut Marienborn von Christoph und Katrin Förster mit dem Gütesiegel »Bio aus Hessen« zertifiziert. Im Rahmen ihrer Sommertour machte die Hessische Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Priska Hinz am Donnerstag in Marienborn unweit des Büdinger Stadtteils Eckartshausen Station und überreichte den Försters als Anerkennung für dieses lange Engagement im Dienste einer naturnahen und nachhaltigen Landwirtschaft eine Urkunde. Der Landwirtschaftsmeister und Öko-Landwirt aus Überzeugung dankte für diese Auszeichnung: »Die machen wir gleich nachher am Eingang fest«.

Gesicherte Qualität

Während der Übergabe der Urkunde, die auch von Julia Kraushaar von der Marketinggesellschaft »Gutes aus Hessen« (MGH) unterzeichnet ist, die ebenfalls nach Marienborn gekommen war, erklärte die Ministerin: »Ökologisch, nachhaltig und gesund: Wir fördern regional produzierte Lebensmittel Damit die Verbraucher klar erkennen können, welche Produkte aus Hessen kommen, vergeben wir gemeinsam mit der MGH das Gütesiegel ›Bio aus Hessen‹«. Die regionale Wertschöpfungskette vom Landwirt über den Schlachter und Verarbeiter bis zur Ladentheke biete allen die Chance, nachhaltig zu handeln und langfristig die Region zu stärken. Außerdem sorgten kürzere Transportwege für mehr Tierwohl. Die Ministerin erläuterte zudem, dass mit dem Siegel »Bio aus Hessen« eine gesicherte Qualität von Lebensmitteln und eine nachvollziehbare Herkunft in den Bereichen landwirtschaftliche Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung garantiert werde.

Christoph Förster verfügt über reichlich Erfahrung als Öko-Landwirt. Nach über zwölf Jahren Leitung der Staatsdomäne Obernhof in Ober-Erlenbach übernahm er 2008 mit seiner Familie die Staatsdomäne Marienborn. Betriebsschwerpunkte sind dort der Ackerbau und die Schweinehaltung.

Schweine mit Bewegung

Die Tiere leben in einem stroheingestreuten Offenfrontstall mit Außenklima und haben viel Bewegung sowohl im Stall als auch im Freien. Die Ferkel bezieht das Hofgut von einem Naturlandbetrieb aus dem Vogelsberg. Das Schweinefutter wird komplett auf den Äckern des Guts angebaut und durch ein spezielles Mischverhältnis auf die Bedürfnisse der Schweine angepasst. Das Fleisch wird regional verarbeitet und vermarktet.

Dafür arbeitet der Landwirt mit dem Fachbetrieb Karl Eidmann in Bruchköbel zusammen. Weitere Partner sind zudem Naturland und der Eichwaldhof, ein Demeter-Hof.

Herausforderung Klimawandel

Im Rahmen der Auszeichnung kamen auch die Herausforderungen der Landwirtschaft zur Sprache, die durch den Klimawandel und die damit verbundene momentane Trockenheit und durch wenig schnee- und regenreiche Winter entstehen.

Da wird die Wasserversorgung ein Problem. Wie schaffen wir es, resistentere Sorten anzubauen? Diese Frage wird uns die nächste Zeit begleiten«, machte die Ministerin deutlich und verwies zudem auf Probleme bei der Weidehaltung und der Schaffung des notwendigen Viehfutters für den Winter.

Auf den Äckern der Hessischen Staatsdomäne werden neben dem Schweinefutter (Gerste, Triticale, Ackerbohnen und Sojabohnen) auch Weizen, Körnermais, Roggen und Kartoffeln angepflanzt, die als Speisekartoffeln im regionalen Handel über den Ladentisch gehen und als Industriekartoffel für Pommes, Püree oder Chips verwendet werden.

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