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Zweite Runde für die Herbst-Feelings gestartet

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Von: Jürgen Wagner

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Der Taumler, aber auch Breakdancer, Autoscooter und für Jüngere das Karussell sind nach wie vor Anziehungspunkte auf Jahrmärkten, besonders bei der Jugend. © Nicole Merz

Die Zwischenbilanz der Schausteller zu den Friedberger Herbst-Feelings ist verhalten positiv. »Wir sind eigentlich zufrieden«, sagt Peter Roie. Die Pandemie hat der Branche stark zugesetzt.

Am Donnerstag strahlte die Sonne. Kaum war die Schule aus, strömten Kinder und Jugendliche zur Seewiese. Am Sonntag war der Zuspruch geringer, es regnete. Schausteller Peter Roie: »Das hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.« Roie ist aber zuversichtlich: »Das zweite Wochenende wird besser.« Sein Kollege Alexander Köhler ergänzt: »Wir hoffen auf besucherreiche Tage.«

Nach der Pandemie dürfen die Schausteller wieder Geld verdienen, doch es gibt neue Probleme: »Die Kosten fressen uns auf«, sagt Köhler. Strom- und Kraftstoffpreise steigen, außerdem haben sich in der Pandemie viele Mitarbeiter umorientiert. Es fehlen Leute zum Anpacken. Es gebe Betriebe, die ihre festen Mitarbeiter während der Pandemie auf Kurzarbeit gesetzt haben. Den anderen fehle jetzt das Personal. »Die können ihr Riesenrad nicht von A nach B bewegen«, sagt Köhler. Auf der Bad Nauheimer Kerb am kommenden Wochenende ist dies der Fall.

Roie musste ein Fahrgeschäft reparieren, das Ersatzteil hatte er glücklicherweise noch auf Lager. »Sonst wären das 16 Wochen Lieferzeit gewesen.« Ohne dass er vorher weiß, wie teuer das Teil wird.

Auch das Material wird knapp

Andernorts finden die Veranstalter keinen Festwirt, Märkte werden abgesagt. Die Schausteller haben mit vielen Probleme zu kämpfen, bis hin zur Frage, wo es neue Fahrchips gibt, wenn China nicht liefert. In England wurde Roie fündig.

Die Schausteller schauen jetzt in die Zukunft. Nächstes Jahr soll es wieder einen richtigen Herbstmarkt geben, wünscht sich Roie. Gespräche mit der Stadt sind bereits vereinbart. »Wir sind ja nur ein Teil vom Ganzen.« Es fehlen Floh- und Krammarkt, Tierschau, verkaufsoffener Sonntag mit Verbrauchermarkt. Auch sonst müsse sich manches ändern. Weite Anfahrtswege zu Märkten bedeuten hohe Spritkosten. »Die Veranstalter müssen mehr auf heimische Firmen setzen.« Zunächst aber freuen sich Schausteller und Besucher auf das Feuerwerk am Samstag nach Einbruch der Dunkelheit.

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