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Ein Jugendlicher ist im Januar in Mainz auf offener Straße zusammengeschlagen worden. (Symbolbild: dpa)

Malakoffpassage in Mainz

Jugendliche schlagen 17-Jährigen zusammen und fotografieren die Tat

Ein Jugendlicher hat sich auf eine öffentliche Fahndung der Polizei gemeldet. Er war im Januar in Mainz auf offener Straße zusammengeschlagen worden. Die mutmaßlichen Täter überführten sich quasi selbst.

Mainz - Bei dem jungen Mann, der im Januar nahe der Malakoffpassage in Mainz Opfer einer Prügelattacke wurde, handelt es sich um einen 17-Jährigen aus dem Großraum der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Das teilte die Polizei am Mittwochnachmittag auf Nachfrage mit. Er habe sich am Abend zuvor auf die Öffentlichkeitsfahndung gemeldet.

Prügelattacke in Mainz: Jugendliche unter Verdacht

Die mutmaßlichen Täter waren der Polizei bereits aus anderen Ermittlungsfällen bekannt. Nähere Angaben zu ihrer Identität wollte ein Polizeisprecher mit Verweis auf das Alter der Verdächtigen nicht machen. Es handele sich ebenfalls um Jugendliche.

Sie sollen den 17-Jährigen  am Abend des 12. Januar 2019 auf offener Straße zusammengeschlagen haben. Er erlitt großflächige Kopfverletzungen und musste medizinisch behandelt werden. Zu den Hintergründen des Angriffs wollte sich die Polizei nicht äußern. Die Ermittlungen laufen.

Angriff an Malakoffpassage: Mutmaßlicher Täter schoss Foto

 Dass der Vorfall überhaupt ans Tageslicht kam, war aus Sicht der Polizei ein glücklicher Zufall. Im Zuge eines anderen Ermittlungsverfahrens gegen einen der Tatverdächtigen fanden sie auf dessen Smartphone ein Foto, das einen jungen Mann mit einer Wunde am Kopf zeigte. Die Ermittler vermuteten, dass es unmittelbar nach der Prügelattacke entstanden sein musste.

Weil zunächst aber genaue Hinweise auf die Identität des Abgebildeten fehlten, veröffentlichten die Polizisten am Dienstag das Foto des Verletzten und einen Polizeibericht zu der Attacke an der Malakoffpassage  mit der Bitte auf sachdienliche Hinweise. Offenbar mit Erfolg. "Wir haben die Tat sozusagen rückwärts aufgeklärt", sagte ein Polizeisprecher dazu. "Wir kannten erst die Verdächtigen, bevor wir den Geschädigten fanden." Das Foto des 17-Jährigen wurde mittlerweile zurückgezogen, um dessen Persönlichkeitsrechte zu wahren.

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